15.01.2026 -- 177.297 // Zuwachs zum 31.12.2025: 3.754
Russlands Präsident schickt die Jugend seines Landes in einen verbrecherischen Krieg. Wie viele russische Soldaten inzwischen in der Ukraine ihr Leben gelassen haben, können wir nicht komplett aufklären. Wir sammeln hier seit Beginn des Krieges im Februar 2022 die Todesmeldungen aus den Medien der Regionen und sozialen Netzwerken Russlands und verschaffen so zumindest einen ungefähren Überblick.
Im ersten Kriegsjahr haben wir noch die Meldungen im übersetzten Originaltext veröffentlicht, auf Grund der schieren Menge der Kriegstoten mussten wir später zur Tabellenform übergehen, jetzt führen wir nur noch reduzierte Listen. Eine Liste der Regionen und den dazu veröffentlichten Tabellen, finden Sie hier.
Jeden Monat veröffentlichen wir eine Zusammenfassung unserer Datenbank - die Liste mit allen Auswertungen finden Sie hier - Aktuell 30.11.2025 und erfasst 31.12.2025 | Karte der Regionen Russlands | Föderationssubjekte
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Dorf Ust-Mil -- Aus dem Panoramio- Archiv . Das Urheberrecht der Fotos liegt bei den jeweiligen Eigentümern.
Ganz im Osten der russischen Teilrepublik Jakutien (Sacha) liegt der Ust-Maisky Ulus, wobei Ulus der Begriff für Bezirk ist. In diesem Ulus leben etwas über 7.000 Menschen, aber er hat eine Fläche von rund 95.000 km², das ist mehr als die Fläche der deutschen Bundesländer Bayern und Hessen zusammen. Und es ist kalt im Ust-Maisky Ulus, der Bezirk liegt nur etwa 200 km vom Kältepol der nördlichen Hemisphäre entfernt. Im Bezirk liegt auch das Dorf Ust-Mil mit zuletzt 190 Bewohnern. In diesem abgelegenen Dorf lebte Alexander Richter.
Im Dorf Nikolsk im Bezirk Wolnowacha in der Region Donezk strebten schon vor der Annexion der Krim und dem Beginn des Krieges im Donbass viele Einwohner nach Russland. Dazu trug seinerzeit der Gründer des örtlichen Klosters der Heiligen Mariä Himmelfahrt, Nikolaus und Vasili, Pater Zosima, wesentlich bei. Bis zu seinem Tod im Jahr 2002 überzeugte er seine Mitmenschen davon, dass es zu einem Krieg zwischen Russland und der Ukraine kommen würde. Wenn es zu Unstimmigkeiten zwischen Moskau und Kiew käme, forderte er sie auf, nur auf den Patriarchen von Moskau zu hören.
Heute leben im Dorf Nikolskoje 42 Menschen und etwa zwei Dutzend Klosterbewohner. Die meisten Häuser sind zerstört, viele Einwohner sind nach Beginn der groß angelegten Offensive der russischen Armee ums Leben gekommen, die Überlebenden wurden wiederholt von Strafgefangenen geplündert, die als Vertragssoldaten in der russischen Armee dienen. Umherliegen Minen und ausgebrannte Kampftechnik. Dennoch kommen auch heute noch Pilger zum Kloster.
Mit schönen Abschiedsbildern wird versucht, die Grausamkeit des Krieges zu übertünchen. In der Realität kommen die gefallenen Soldaten meist in geschlossenen Särgen zurück in ihre Heimat. Aus gutem Grund - denn deren Körper sind von Granaten zerrissen, von Drohnen zerstückelt, völlig verbrannt oder verwest.
Das folgende Video kommt aus der Region Transbaikalien und zeigt 42 im Krieg gegen die Ukraine getötete Soldaten aus der Region. Alle sind ganz, lachen, sind fröhlich, winken aus dem Video heraus und steigen am Ende gen Himmel empor. Außer den Namen der Kriegstoten bietet das Video sonst keine weiteren Informationen.
Blick auf Stadt Arsenjew -- Foto: -- Lizenz: CC BY-SA 3.0
Dieser Beitrag stammt eigentlich vom 9. April 2024, wir haben ihn mehrfach aktualisiert. Wenn man die Namen und die Kurzlebensläufe der getöteten Soldaten durchgeht, bekommt man einen guten Überblick, aus welchen Bevölkerungsgruppen die meist freiwilligen Soldaten stammen.
Die Stadt Arsenjew liegt in der Region Primorje im Fernen Osten Russlands und hat knapp 50.000 Einwohner mit abnehmender Tendenz. Von der Hauptstadt Wladiwostok ist sie etwa 300 km entfernt. Wichtigster Arbeitgeber der Stadt ist die Hubschrauberfabrik "Progress", die hauptsächlich für das russische Militär arbeitet.
Trotz der großen Entfernung (9.000 km Fahrstecke, Luftlinie über 7.000 km) wurden nicht wenige Bürger von Arsenjew im Krieg gegen die Ukraine getötet. Insgesamt haben wir 131 gefallene Soldaten aus der Stadt gelistet. (Link)
Weiterlesen: Arsenjew - eine Stadt im fernen Osten Russlands
Wir haben in der Vergangenheit nicht sehr häufig über die Altersstruktur der gefallenen russischen Soldaten berichtet. Da wir allerdings die Geburtsdaten erheben, wollen wir hin und wieder eine aktuelle Zusammenstellung veröffentlichen. Im August hatten wir 7.228 getötete russische Soldaten neu erfasst, davon konnten wir von 5.091 das Geburtsdatum oder das Alter in Erfahrung bringen.
Der älteste Kriegstote war Anatolij Wladimirowitsch Winogradow (Foto), geboren am 07.11.1958, aus Jekaterinburg in der Oblast Swertlowsk. Der Jüngste war Erik Eduardowitsch Schajchutdinow (Foto), geboren am 25.05.2007, aus der Stadt Bugulma in Tatarstan.
Die Altersstruktur in Zahlen:
Weiterlesen: Altersstruktur der russischen Kriegstoten im August 2025
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Sergej Sergejewitsch Braun (Браун Сергей Сергеевич), geboren am 30.05.1995, lebte in der Stadt Beresowski in der Oblast Kemerowo. Irgendwelche Verbindungen zu Russlanddeutschen konnten wir nicht finden. |
Jegor Jurjewitsch Fischer (Фишер Егор Юрьевич), geboren am 13. Mai 1993, stammte aus dem kleinen Dorf Asamatowo in der Region Orenburg. Er war Waise, wuchs in einer Pflegefamilie auf. In Belebey/Baschkortostan absovierte er eine Ausbildung zum Elektriker. 2021 wurde er zum Wehrdienst eingezogen, verpflichtete sich als Zeitsoldat und kam im August 2022 an die Front. |
Sergej Wladimirowitsch Axt (Акст Сергей Владимирович ), geb. am 04.11.1977, lebte in Nowosibirsk. Auf Grund einiger deutscher Nachnamen in seinen Kontakten ist eine russlanddeutsche Abstammung wahrscheinlich. |
Weiterlesen: Deutsche Namen unter den russischen Kriegstoten im August 2025
Zunächst - bei der überwiegenden Anzahl der von uns erfassten Kriegstoten wird nicht angegeben, auf welcher vertraglichen Basis die Soldaten für Russland gestorben sind. Nur bei drei russischen Regionen wird häufig deren Status auch angeben: Baschkortostan, Burjatien und Jakutien. Wir haben deshalb diese drei Regionen herausgepickt und geschaut, wie viel Prozent die Berufssoldaten (Mannschaften und Offiziere), im Herbst 2022 Mobilisierten und die Freiwilligen ausmachen. Das Ergebnis dürfte dann in etwa auch auf die anderen russischen Regionen übertragbar sein.
Danach hatten wir im August 2025 unter den Kriegstoten
Die Zahlen im Einzelnen:
Kinder aus einem Dorf in Tuwa in tradioneller Kleidung -- Foto: Agilight -- Lizenz: CC BY-SA 4.0
Die russische Teilrepublik Tuwa ist eine der abgelegensten Regionen in ganz Russland. Lediglich über zwei asphaltierte Straßen kann man mit dem Auto oder Bus nach Tuwa reisen. Der Bau einer Eisenbahnverbindung wurde 2011 durch Wladimir Putin feierlich eröffnet, es wurden aber nur 50 Meter Bahnstrecke gebaut. Die Wirtschaft von Tuwa ist desolat, es gibt viele Bodenschätze, aber die Erlöse bleiben nicht im Land. Tuwa ist eine der ärmsten Regionen Russlands.

Schüler der 2. Schule von Samagaltai bei der Einweihung einer weiteren Gedenktafel im Jahr 2024. Derzeit gibt es fünf solcher Tafeln
Vor genau 95 Jahren, im Jahr 1930, wurde auf Anordnung der sowjetischen Behörden im Dorf Samagaltai das Churee zerstört – das damals größte buddhistische Kloster in Tuva. In der Folge wurden die meisten Vertreter des lokalen Klerus und der Intelligenz im Zuge der Repressionen vernichtet. Bis 1921 war Samagaltai die Hauptstadt von Tuva und ein wichtiges Handelszentrum. Heute ist es ein depressiver Ort, dessen Einwohner in die Ukraine ziehen, um dort zu kämpfen.

Trauerfeier für einen getöteten Soldaten im Sportzenrum Lukodrom in Ulan-Ude
Die Nachrufe der im Krieg gegen die Ukraine gefallenen Soldaten aus Burjatien sind regelmäßig die Ausführlichsten in ganz Russland. Manchmal gleichen sie beinahe Bewerbungen für einen Arbeitsplatz. Natürlich sind die meisten Ausführungen geschönt, verschweigen die negativen Dinge, aber sie enthalten überwiegend die wichtigsten Fakten: Kompletter Name, Geburtstag und Ort, Schul- und Berufsausbildung, Familienstand, militärischer Status und Todeszeitpunkt.
Aus dem kurzen Zeitraum 4. - 5. September 2025 haben wir acht getötete Soldaten aus Burjatien erfasst, fünf davon waren Freiwillige, ein Berufssoldat und zwei junge Wehrpflichtige, der sich während ihres Dienstes zum Vertragsdienst überreden ließen. Von den fünf Freiwilligen waren drei Kurzzeitsoldaten, die kurz nach ihrer Ankunft im Kriegsgebiet auf Selbstmordangriffe geschickt wurden. Und auch die beiden Wehrpflichtigen starben schnell. Hier ihre Kurzbiografien:
Weiterlesen: Burjatische Kurzzeitsoldaten vom 4. und 5. September 2025

Kasachischer Friedhof
In der Oblast Omsk leben etwa 1,8 Millionen Menschen - Tendenz fallend. Im Ranking der russischen Regionen im Bezug auf die Lebensqualität liegt die Oblast auf einem der hinteren Plätze in Russland. Im Süden grenzt die Oblast an Kasachstan und so wundert es nicht, dass die Kasachen mit knapp 80.000 Menschen die größte Minderheit in dieser Region stellen.
Auf dem kasachischen Friedhof in Omsk gibt es Dutzende Gräber von im Krieg gegen die Ukraine gefallenen kasachischen Soldaten. Die Kasachen machen rund 4% der Bevölkerung aus. Unter den Kriegstoten der Region Omsk haben die ethnischen Kasachen aber einen Anteil von 15 %.
Der Autor des Films gibt an, dass alle gezeigten Gräber zu kasachischen Kriegstoten gehören.
Weiterlesen: Kasachen aus Omsk, die für die russische Welt gestorben sind

Vorausgeschickt - seit Beginn des russischen Angriffskrieges ermitteln wir die russischen Kriegstoten aus offenen Quellen. Wir machen das ohne Werbung, ohne Unterstützung von außen, sind politisch ungebunden und tragen die erheblichen Kosten selbst. Wir erstellen alle Informationen nach bestem Wissen und Gewissen.
In keinem Monat im bisherigen Verlauf des russischen Angriffskrieges haben wir mehr russische Kriegstote erfasst als im Monat August 2025 – insgesamt 7.224. Ein beachtlicher Teil dieser getöteten Soldaten geht auf die Liste der gefallenen „Schwarzen Husaren“ zurück, die die ukrainische staatliche Initiative „Ich will finden“ veröffentlicht hat und deren Richtigkeit sich verifizieren ließ. Aber auch die aktuellen russischen Verluste blieben auf hohem Niveau.
Kusbass (Kemerowo) & Baschkortostan
Im Monat August 2025 hatten die Oblast Kemerowo mit 413 erfassten Toten und die Republik Baschkortostan mit 342 Todesfällen die höchsten Verluste aller russischen Regionen zu verzeichnen. Beide Regionen können auch als Beispiele herhalten, für die unterschiedlichen Situationen in den russischen Regionen dreieinhalb Jahre nach Beginn des Krieges.
Weiterlesen: Getötete russische Soldaten -- Stand: 31.08.2025
Als der russische Angriffskrieg auf die Ukraine begann, war Maxim Wjatscheslawowitsch Suworow gerade 14 Jahre alt. Maxim wurde am 5. Juni 2007 in der städtischen Siedlung Kamensk in Burjatien geboren und am 24. Juli 2025 im Gebiet des Dorfes Nowy Komar in der Ukraine getötet.
Da es in Burjatien üblich ist, über die Gefallenen zwar geschönte, aber sehr ausführliche Nachrufe zu schreiben, können wir die Umstände seines frühen Todes ziemlich genau nacherzählen.
Auch die Geschichte von Maxim wirft ein düsteres Bild auf eine russische Gesellschaft, in der Macht und Erfolg über das Leben der eigenen Bürger gestellt werden. So werden auch 18-jährige Jugendliche bedenkenlos an der Front geopfert.
Weiterlesen: Maxim Wjatscheslawowitsch Suworow - geboren am 5. Juni 2007
Der preußische General Carl von Clausewitz (01. 07.1780 - 16. 11.1831) schrieb in seinem Werk "Vom Kriege": „Der Eroberer ist immer friedliebend (wie Bonaparte auch stets behauptet hat), er zöge ganz gern ruhig in unseren Staat ein“. Clausewitz beschreibt damit genau die heutige Situation in der Ukraine. Wer sich gegen die Okkupation wehrt, wird von der russischen Propaganda und ihren Apologeten als Kriegstreiber diffamiert.
Der Begriff Kriegstreiber trifft in Europa nur auf Wladimir Putin und seine Regierung zu, die seit dem Jahr 2014 für ein paar Quadratkilometer neues Land bereit sind, ständig eine große Anzahl Bürger seines Landes in den Fleischwolf an der Front zu führen - mit dem Endziel, die gesamte Ukraine zu unterwerfen.
Weiterlesen: Russische Kriegstote August 25 - Vorabinformation
34 Einwohner des russischen Dorfes Alekseewka sind im Krieg ums Leben gekommen

Die Großmutter von Egor und Maxim Iljins, die im Krieg gegen die Ukraine ums Leben gekommen sind
Heftige Kämpfe an der Front der russischen Invasion in der Ukraine finden derzeit in der Region Sumy statt – insbesondere um das ukrainische Dorf Aleksejewka. Die Einwohner mussten vor dem Krieg fliehen, sodass fast niemand mehr dort lebt. In Russland, in der Region Samara, gibt es ein Dorf mit dem gleichen Namen – Aleksejewka. Dort wurde im Mai dieses Jahres ein Denkmal für die „Verteidiger des Vaterlandes” errichtet – zu Ehren der Dorfbewohner, die in den sogenannten „lokalen” Kriegen und „SWO” (Spezielle Militäroperation) gefallen sind. Auf einer Marmorplatte sind die Namen eingraviert: Zwei Einwohner von Aleksejewka kehrten nicht aus Afghanistan zurück, einer aus Tschetschenien und 34 aus der Ukraine.

Es gibt nur wenige bewohnte Orte auf der Erde, die so abgelegen sind wie das Dorf Nutepelmen. Er liegt an der nordöstlichen Küste der Tschuktschen-Halbinsel zur Tschuktschensee. In der Sommerhälfte kann man das Dorf mit einem Schiff oder Hubschrauber vom Dorf Wankarem aus erreichen. Im Winter gibt es eine fast 200 km lange Piste bis zur nächsten Winterstraße.

In 67 russischen Regionen ist ein Haushaltsdefizit entstanden
Nach Angaben des Föderalen Finanzministeriums der Russischen Föderation ist in den ersten sechs Monaten des Jahres 2025 in 67 russischen Regionen ein erhebliches Haushaltsdefizit entstanden. In der Region Irkutsk betrug es 24,6 %, in der Region Wologda 25 %, in der Region Murmansk 28 %, in der Region Komi 30 %, in der Region Archangelsk 31 % und in der Region Kemerowo 34 %. Experten warnen, dass sich die Situation bis zum Jahresende noch verschlechtern könnte.
Moskauer Börse
Foto: Fitiss -- Lizenz: CC BY-SA 3.0
Die Stadt Tambow liegt 420 km südöstlich von Moskau und ist Hauptstadt der Oblast Tambow. Die Stadt hat aktuell 255.000 Einwohner, Tendenz fallend. Wir zeigen heute ein Video über die Gefallenen im Krieg gegen die Ukraine, die auf dem zentralen Polynkowskoje-Friedhof in Tambow beerdigt wurden. Das Video zeigt Fotos von den Gräbern - insgesamt 92. Wir konnten 63 neue Namen in unsere Datenbank aufnehmen.
Ust-Belaja von einem Quadcopter aufgenommen -- Foto: Thabigd -- Lizenz: CC BY-SA 4.0
Am Fluss Anadyr liegt das Dorf Ust-Belaja mitten im kalten Tschukotka. Die Hauptstadt Anadyr ist über 200 km Luftlinie entfernt. Das Dorf hatte im Jahr 2023 noch 621 Bewohner, um die Jahrtausendwende waren es noch etwa 900.
In Ust-Belaja gibt es eine weiterführende Schule, eine Kunstschule, einen Kindergarten, ein Postamt, ein Kommunikationszentrum, ein Geschäft, eine Bäckerei, ein Hotel und eine Rentierzuchtfarm, der große Arbeitgeber des Dorfes. Aber es gibt keine Straßenverbindung nach Ust-Belaja. Man erreicht es mit dem Hubschrauber von Anadyr aus oder im Sommer mit dem Motorschiff, das aber zwei bis drei Tage braucht.
Aus diesem keinen Tschuktschen-Dorf haben wir bereits sechs neun Kriegstote im Krieg gegen die Ukraine recherchiert. Kein Wunder - die jungen Männer, gewohnt unter extremen Bedingungen zu leben, werden gezielt angeworben und natürlich lockt das viele Geld.
Wir haben den älteren Beitrag um die nächsten Kriegstoten aktualisiert und schieben ihn noch einmal auf unsere Titelseite.
Unser Anspruch war schon immer, dem russischen Krieg so etwas wie ein Gesicht zu geben und all das menschliche Leid, das er verursacht, in den Vordergrund zu stellen. Die ukrainische Einheit "Rubisch (Grenze)" hat russische Soldaten gefangen genommen und Fotos der Kriegsgefangenen veröffentlicht, deren Gesichter man die Schrecken jenes Krieges ansieht.
Wir haben uns deshalb entschlossen, diese Fotos auch zu zeigen.
Vorausgeschickt - wir haben in den letzten zwei Monaten viele Gefallene in unsere Datenbank aufgenommen, die in den vorangegangenen Kriegsjahren getötet wurden. Hauptsächlich die Veröffentlichungen von Listen der gefallenen Soldaten verschiedener russischer Einheiten durch die ukrainische staatliche Initiative "Ich will finden" und die zahlreichen Einweihungen von Denkmälern mit den Namen der Gefallenen waren dafür verantwortlich.
Allerdings der Krieg schreitet fort und viele der Toten liegen auf dem Schlachtfeld und können nicht gefunden oder geborgen werden. Andere warten in den Leichenhäusern auf ihre Identifizierung. Wir nehmen deshalb an, dass die Zahl der erfassten Toten aus den Kriegsjahren vor 2025 ungefähr identisch ist mit den noch nicht von uns registrierten gefallenen Soldaten aus 2025.
Der Oberkommandierende der ukrainischen Streitkräfte, Oleksandr Syrskyj (Foto links), hat zum 31. August 25 einen Bericht über die russischen Kriegsopfer in diesem Jahr veröffentlicht. Danach hätten diese seit Anfang des Jahres etwa 290.000 Tote und Verletzte zu beklagen. Wir wollen anhand unserer Statistik überprüfen, ob diese Angaben plausibel sein können.

Die zunehmende Miliarisierung im gesamten Bildungsbereich Russlands haben wir schon mehrfach vorgestellt. Besonders beliebt an Schulen ist das Militärspiel Zarnitza (Blitz), das sich an Kinder zwischen zehn und vierzehn Jahren wendet. Es geht aber auch noch jünger, wie unser Video zeigt.
Wir sind zu Gast im Kindergarten "Rodnitschok" in der Stadt Sowjetski im Autonomen Kreis der Chanten & Mansen. Der Name ist des Kindergartens ist gewöhnungsbedürftig, er bedeutet so etwas wie Fontanelle. Die örtlichen Erzieher haben sich ausgedacht, das Spiel auch auf Kindergartenformat zu transformieren. Was dabei herausgekommen ist, zeigt das von ihnen aufgenommene Video.

Alexej Igorewitsch Detkow stammte aus der Region um die ehemalige Großstadt Leninsk-Kusnezki in der Oblast Kemerowo. Im Juli 2011 eskalierte eine Prügelei mit einem Bekannten. Besoffen stürmte Alexej und ein Kumpel zur Wohnung des Bekannten, in der sich dessen Frau und Kind befand. Die Frau wurde mit einem Baseballschläger erschlagen. Aus Angst, entdeckt zu werden, flüchteten die Angreifer in ein anderes Haus, wo sie drei Menschen mit jenem Baseballschläger und Messern töteten und das Haus anschließend in Brand setzten, um ihre Spuren zu verwischen. Sie flohen mit dem Auto eines der Opfer. Im Prozess bekam Alexej 23 Jahre Knast in einem Hochsicherheitsgefängnis. Auch Alexej zog die geringe Chance, den Krieg gegen die Ukraine zu überleben, dem Gefängnis vor. Er hat es nicht geschafft, bekommt stattdessen am 22.01.2026 ein würdiges militärisches Begräbnis.
Zu unserer Berichterstattung über den russischen Angriffskrieg passt der Bürgerprotest über den Abriss eines Gebäudes in St. Petersburg vordergründig nicht. Wir meinen aber, der Artikel passt sehr gut.
Zum einen ist er einer der wenigen breit aufgestellten Bürgerproteste seit Beginn des russischen Angriffskrieges. Auf Anhieb fallen uns dazu nur noch die Proteste im baschkirischen Baimak Anfang 2024 ein.
Zum anderen dokumentiert er sehr gut die verschiedenen Meinungen und Vorurteile der Stadtbürger von St. Petersburg. Die „Migranten“ im Beitrag sind keine Migranten in unserem Sinne, sondern ganz normale russische Staatsbürger, deren Geburtsregion der russische Kaukasus ist. Dagestan ist die größte, überwiegend muslimisch geprägte russische Teilrepublik im Kaukasus.
Und vielleicht, vielleicht ein ganz klein wenig, existiert der zivile Ungehorsam in Russland immer noch. Und konnte auch durch die seit Beginn des Krieges ständig erweiterte Repression nicht ganz ausgerottet werden.
Wir haben jetzt alle russischen Regionen mit den Daten des Monats November 2025 aktualisiert. Es wurden 21 neue Listen angelegt:
Bei den Fotos zu den neuen Tabellen haben wir auf Kritik reagiert und möglichst keine Postkartenmotive ausgewählt. Denn diese bilden die Lebenswirklichkeit der Menschen in diesen Regionen nicht ab.
Die große Zahl an russischen Kriegstoten lässt uns kaum noch Zeit zu aktuellen Berichten. Wir können etwa 300 Kriegstote pro Tag bearbeiten, da darf aber nichts dazwischen kommen - wie zum Beispiel persönliche Angelegenheiten. Tatsächlich haben wir im Moment durchschnittlich etwa 400 Fälle in unseren Listen.
Heute haben wir den 20. November bearbeitet, es wird also mindestens noch 11 Tage dauern, bis wir den November abgeschlossen haben.
Die hohe Zahl an Kriegstoten resultiert nicht aus dem aktuellen Kampfgeschehen. Durch das Erbschaftsregister können viele Suchanfragen auf VKontakte und Telegramkanälen geschlossen werden - Soldat tot.
Das alles hindert uns nicht, in den nächsten Tagen einen Zwischenstand zum 15. Dezember zu veröffentlichen.
Wir haben heute alle russischen Regionen mit den Daten des Oktobers aktualisiert. Es wurden drei neue Listen angelegt:
Wir werden für eine kurze Zeit nicht erreichbar sein - einfach später wieder kommen.
Unter den Positionen 1021 und 1022 der Region Krasnojarsk haben wir die im Beitrag „Die Särge sind natürlich geschlossen“ genannten Alexej und Michail Leschok bereits gelistet. Der Originalbeitrag über Alexej ist nicht mehr verfügbar, deshalb haben wir auf eine Zweitveröffentlichung verlinkt. Der Status von Michail Leschok auf VKontakte ist allerdings weiterhin online, dort findet man noch weitere Fotos. Den dritten Bruder Wladimir haben wir bisher noch nicht in unserer Datenbank.
Am 8. November 1939 explodierte um 21:20 h im Bürgerbräukeller in München eine Bombe. Sie galt Adolf Hitler, der zwei Monate zuvor den Angriffskrieg gegen Polen gestartet hatte. Allerdings hatte der „Führer" wegen schlechten Wetters seine Zeitplanung umgestellt und war bereits auf der Rückreise. Wäre das Attentat erfolgreich gewesen, wäre der Welt - vielleicht - jener zweite Weltkrieg erspart geblieben und jene begonnen Kampfhandlungen wären eingestellt worden.
Der schwäbische Tischler Georg Elsner hatte jenes Attentat akribisch geplant, er wurde kurz vor Kriegsende im KZ Dachau ermordet.
Jenes Attentat hat auch im deutschen Grundgesetz Eingang gefunden. In Artikel 20 Absatz 4 der Verfassung heißt es: „Gegen jeden, der es unternimmt, diese Ordnung zu beseitigen, haben alle Deutschen das Recht zum Widerstand, wenn andere Abhilfe nicht möglich ist.“
Auch in Russland bedarf es dringend solch mutiger Menschen, die jenem blutigen & verbrecherischen Gemetzel in der Ukraine ein Ende setzen.
Günter W. Berger, 08.11.25
Die hohen Verlustzahlen der russischen Armee stellen uns aktuell vor unlösbare Probleme. Wir können pro Tag etwa 300 Meldungen verarbeiten bei sechs Arbeitstagen in der Woche. Folglich kommen wir im Moment jeden Tag mit etwa 100 bis 150 Meldungen in den Rückstand.
Aktuell haben wir etwa 7.000 Kriegstote aus dem Oktober bearbeitet - also die regionale Herkunft, das Alter und weitere Informationen in unsere Datenbank eingetragen. Es wird also noch mindestens 12 Tage dauern, bis wir den Monat Oktober 2025 komplett abschließen können.
An den von uns bereits veröffentlichten Zahlen wird sich allerdings nur marginal etwas ändern.
Alle russischen Regionen wurden jetzt mit den Daten des Monats September 2025 aktualisiert.
Folgende neue Listen wurden angelegt:
Die Monatszusammenfassung 09/25 werden wir bis zum 14.10.25 auch fertig bekommen.
Uff....
Aus aktuellem Anlass wollen wir darauf hinweisen, dass wir in unserer Statistik der russischen Kriegstoten in der Regel keine ausländischen Söldner erfassen, die auf der Seite von Russland kämpften. Wir wissen, dass nordkoreanische Einheiten in der Region Kursk am Krieg teilgenommen haben, dass Russland in Nepal, Indien, China, in afrikanischen Staaten und in Kuba aktiv Söldner angeworben hat und viele dieser Männer im Einsatz auch getötet wurden. Und auf Baustellen und in Wirtschaftsbetrieben gibt es Razzien auf Arbeiter ohne russischen Aufenthaltstitel. Da es aber keine öffentlichen Meldungen der russischen Armee über die eigenen Verluste gibt, erfahren wir nichts über diese Kriegsopfer.
Ausnahmen sind dann gegeben, wenn die Ukraine den Tod von Söldnern öffentlich macht oder wenn die ausländischen Soldaten in Russland gelebt und verwurzelt waren. Dann gibt es Meldungen in den lokalen Medien und auch eine Beisetzung auf russischem Boden.
Ein Ableger der staatlichen Initiative „Ich will (jemanden) finden" mit Namen „Ich will leben“ hat heute eine Liste mit gefallenen Söldnern aus Tadschikistan veröffentlicht, die 446 Namen enthält. Die Initiative schreibt dazu:
„Russische Nationalisten haben gemeinsam mit der Polizei eine Jagd auf (Arbeits-)Migranten organisiert: Gefangene werden gezwungen, Verträge zu unterzeichnen, um im Krieg zu kämpfen. Ihnen drohen Abschiebung oder Gefängnis. Duschanbe ignoriert all das weiterhin.“
Stand 30.09.2025 wurden im September 8.626 Kriegstote neu in unsere Datenbank aufgenommen - so viele wie noch nie. Die hohe Zahl an getöteten russischen Soldaten überfordert uns im Moment. Für all diese Namen müssen ja noch die persönlichen Daten festgestellt werden - also Herkunft, Alter, usw. Im Moment haben wir etwa 6.000 davon bearbeitet, wir werden also noch mindestens 12 Tage für unsere übliche Monatszusammenstellung benötigen. Eine vorläufige Zusammenstellung veröffentlichen wir in den kommenden Tagen.
Die monatlich im Jahr 2025 erfassten Toten:
| Januar | 5.360 |
| Februar | 5.578 |
| März | 5.018 |
| April | 3.894 |
| Mai | 3.245 |
| Juni | 4.592 |
| Juli | 7.084 |
| August | 7.224 |
| September | 8.626 |
| Summe 2025 | 50.621 |
| Durchschnitt Monat | 5.625 |
An der Front in der Ukraine wären die Kampfhandlungen leicht zurück gegangen oder zumindest nicht eskaliert, lesen wir aus den Mitteilungen der beiden Kriegsparteien heraus. Doch mit unserer Statistik der Kriegstoten können wir das nicht bestätigen. Natürlich wissen wir, dass die Informationen sehr zeitversetzt bei uns ankommen, aber die Zahlen gehen ständig weiter nach oben. Und im September 2025 gibt es keine außergewöhnlichen Sonderinformationen, wie die vorgestellten Listen der staatlich ukrainischen Initiative "Ich will finden" in den Monaten zuvor.
Doch wenn wir die von uns bisher erfassten Zahlen auf den ganzen Monat hochrechnen, dürften im September mehr als 8.000 neue Kriegstote dazu kommen. Der höchste Wert seit Beginn des Krieges.
24.09.25
In der ersten Hälfte des Septembers 2025 haben wir 4.022 getötete russische Soldaten neu erfasst. In einem halben Monat sind mehr Gefallene zusammengekommen als im Monat April 25 oder Mai 25. Wie üblich sind auch ein paar Auswertungen von Videos und Denkmälern dabei mit Gefallenen der vorherigen Jahre, aber der Anteil ist nicht sehr hoch.
Daraus ergeben sich die folgenden Zahlen nach unseren bewährten Schätzungen:
| Kriegstote 15.09.25 | 137.845 |
| Geschätzt (nur 60% erfasst) |
230.000 |
| Versehrte Soldaten | 804.000 |
| Kriegsopfer gesamt | 1.034.000 |
Die monatlich im Jahr 2025 erfassten Toten:
| Januar | 5.360 |
| Februar | 5.578 |
| März | 5.018 |
| April | 3.894 |
| Mai | 3.245 |
| Juni | 4.592 |
| Juli | 7.084 |
| August | 7.224 |
| bis 15. September | 4.022 |
Alle im Monat August 2025 gefundenen russischen Kriegstoten sind jetzt in den entsprechenden Tabellen der Regionen eingepflegt.
Auf Grund der hohen Verlustzahlen sind einige Tabellen neu dazu gekommen:
Die ausführliche Zusammenfassung des Monats August wollen wir bis zum 11.09.25 vorlegen.
Vor mehr als 20 Jahren hatte ich einen Versuch gestartet, englische Texte mit einem Übersetzungsprogramm in die deutsche Sprache übersetzen zu lassen. Ich habe den Versuch schnell abgebrochen, weil das Ergebnis völlig unbrauchbar war. Also habe ich weiter einen professioneller Übersetzer an die Texte gesetzt.
Dank KI-gesteuerter Übersetzungsprogramme sind die Ergebnisse im heutigen Arbeitsalltag inzwischen mehr als brauchbar, ohne diese Hilfe wäre unsere Webseite nicht finanzierbar.
Seit Beginn des russischen Angriffskrieges haben sich zudem die Übersetzungen stetig verbessert. Bei normalen Texten gibt es kaum noch einen qualitativen Unterschied zwischen den beiden von uns benutzten Programmen "DeepL" und "Google Translate". In beiden Fällen nervt allerdings, dass beide Sprachmodelle ihre Basis in der englischen Sprache haben. Begriffe wie Firmennamen, Namen von Institutionen usw. werden immer in der englischen Übersetzung ausgegeben.
Der Vorteil des von Google herausgegeben Browsers Chrome ist, dass man Webseiten sehr einfach in die gewünschte Sprache übersetzen kann. Das funktioniert für uns allerdings häufig nicht - lässt man sich eine russische Telegram-Seite mit Chrome anzeigen, bekommt man in der Regel keine brauchbare Übersetzung, Das Programm fabuliert etwas wild zusammen, weil es annimmt, die Texte wären in englischer Sprache geschrieben. Die selbe Reaktion hat man auch häufig beim russischen sozialen Netzwerk VKontakte und fast immer bei Odnoklasniki. Man fragt sich, warum ein Ki-Programm die russische Sprache in diesen Fällen nicht erkennt, besonders weil alle Texte zudem auch in kyrillischer Schrift geschrieben sind.
Die Übersetzungen der russischen Namen sind allerdings für uns das größte Problem. Mit Google Translate bekommt man in der Regel nur eine englischsprachige Übersetzung, die man in Deutsch oft nur schwer aussprechen kann. Besser ist da DeepL, das Programm hat sich zudem in den letzten Jahren in dieser Disziplin stetig verbessert. Doch seit drei Monaten bringt es uns zu Verzweiflung. Unsere Namenslisten werden zerhackt, Namen doppelt übersetzt, Leerzeichen missachtet, Zeilenschaltungen vervielfacht und html-Code wird im Klartext gleich mitgeliefert. Aus den Listen macht das Programm ein wildes Durcheinander. Obwohl die reinen Namensübersetzungen besser wurden, können wir mit dem Ergebnis zunächst nichts anfangen. Das nennt man dann Fortschritt.
OM, 08.09.25
Im August hatten wir Urlaubszeit und zusätzlich für 14 Tage einen Totalausfall unserer Internetverbindung. Der vierte Techniker hat es dann geschafft, uns wieder eine stabile Verbindung herzustellen. In der Zwischenzeit mussten wir uns mit mobilem Internet behelfen.
Dazu sind die erfassten Kriegstoten noch einmal angestiegen. Einer der Gründe dafür ist die Liste der russischen Einheit "Schwarze Husaren", deren Auswertung glücklicherweise von anderer Stelle vorgenommen wurde.
| Monat | ermittelt |
| Januar 25 | 5.360 |
| Februar 25 | 5.578 |
| März 25 | 5.018 |
| April 25 | 3.894 |
| Mai 25 | 3.245 |
| Juni 25 | 4.592 |
| Juli 25 | 7.084 |
| August 25 | 7.224 |
Es wird jetzt noch ein paar Tage dauern bis wir die endgültige Auswertung vorlegen können.
Auf Grund der Ferienzeit und der Tatsache, dass wir im August wahrscheinlich einen neuen fragwürdigen Rekord mit den erfassten Kriegstoten aufstellen werden, wird es mindestens noch 10 Tage dauern, bis wir die übliche Zusammenfassung vorlegen können. Wir haben im Moment etwa 5.000 Gefallene in unserer Datenbank und so wie es aussieht werden wir über 7.000 getötete Soldaten erfassen.
Dann müssen wir die Namen noch übersetzen, damit sie für unsere westlichen Besucher überhaupt lesbar sind und schließlich in unsere Tabellen einpflegen...
01.09.25
Alle im Monat Juli 2025 gefundenen russischen Kriegstoten sind jetzt in den entsprechenden Tabellen der Regionen eingepflegt.
Auf Grund der hohen Verlustzahlen sind viele Tabellen neu dazu gekommen:
Die ausführliche Zusammenfassung des Monats Juli wollen wir bis zum 11.08.25 vorlegen.
Beim Blick auf den Kopf unserer Webseite könnt ihr sehen, dass wir im Monat Juli 6.973 russische Kriegstote erfasst haben. Das ist ein neuer Monatsrekord, der hauptsächlich durch die Auswertung von Videos, Denkmälern und Listen zusammen gekommen ist. Aber auch die aktuellen Todeszahlen sind wieder hoch.
| Monat | ermittelt |
| Januar 25 | 5.360 |
| Februar 25 | 5.578 |
| März 25 | 5.018 |
| April 25 | 3.894 |
| Mai 25 | 3.245 |
| Juni 25 | 4.592 |
| Juli 25 | 7.084 |
Auf Grund der Ferienzeit und der großen Anzahl an Kriegstoten wird die endgültige Auswertung noch etwa sieben bis zehn Tage dauern. Wir werden deshalb unsere vorläufige Abschätzung vorziehen und noch am 1. Augst 25 veröffentlichen.
Korrektur: Wir hatten eine Gruppe von 107 Namen gestern unterschlagen. Wir haben die Zahlen entsprechend korrigiert.
Quer durch ganz Russland von kleinen Gemeinden aufwärts zu Großstädten gab es in den letzten Wochen überall Gedenkveranstaltungen zu den Toten im Krieg gegen die Ukraine. Die Veranstaltungen werden in Videos und Fotoserien festgehalten. Es werden Denkmäler mit Tafeln eingeweiht, auf denen die Namen der Gefallenen eingraviert wurden. Bemerkenswert ist, dass die Veranstaltungen meist nur von Angehörigen, der lokalen Prominenz und den Militärvereinigungen besucht werden. Dazu kommen noch abkommandierte Jugendliche der Jugendarmee. Aber es sind niemals Veranstaltungen mit sehr vielen Teilnehmern.
Über die im Internet dokumentierten Videos und Fotos können wir viele neue Namen in unsere Listen aufnehmen - meist keine aktuellen Fälle, sondern Soldaten, deren Tod oft längere Zeit zurück liegt. Im aktuellen Monat Juli werden wahrscheinlich 6.000 neue Gefallene und mehr dazu kommen, ein neuer Monatsrekord, von dem man aber nicht auf die aktuelle Kriegssituation schließen sollte.
Durch den damit verbunden hohen Arbeitsaufwand werden wir mit neuen Beiträgen im Moment kürzer treten müssen.

Nachdem die Aufmerksamkeit zu unseren Veröffentlichungen wächst, eine kurze Information zu OskarMaria.
Unter diesem Pseudonym war der Initiator im Internet seit über 25 Jahren recht unregelmäßig präsent. Ab dem Jahr 2014 hat er hier über die Situation in den von Russland besetzten Gebieten des Donbass geschrieben. Als einer der ersten Journalisten überhaupt informierte er über die damals neu gegründete Gruppe Wagner.
Beruflich war er seit den 80-iger Jahren Geschäftsführer von diversen Medienunternehmen im Printbereich. Jetzt im Ruhestand, Kinder erwachsen, bleibt etwas mehr Zeit, die gesammelten Erfahrungen zusammen mit wenigen Mitstreitern für dieses Projekt zu nutzen.
Nachtrag: OskarMaria– das ist eine kleine Verbeugung vor dem beinahe vergessenen Schriftsteller Oskar Maria Graf. In Zeiten der Bücherverbrennungen wurden seine Werke von den Nazis verschont, ja sogar teilweise empfohlen. „Verbrennt mich!“ schrieb er 1933 in der Wiener Arbeiterzeitung, „nach meinem ganzen Leben und nach meinem ganzen Schreiben habe ich das Recht, zu verlangen, dass meine Bücher der reinen Flamme des Scheiterhaufens überantwortet werden und nicht in die blutigen Hände und die verdorbenen Hirne der braunen Mordbanden gelangen!“ Schließlich floh er in die USA – dort lebte er in bescheidenen Verhältnissen. Deutschland wollte den unbequemen Mann nach dem Krieg nicht wieder haben. Er starb 1967 in New York.
Literaturempfehlung: Wir sind Gefangene - Autobiograhie 1927.
Doppelt
Wladimir: 25. Artem Kozhenkov // Nischni Nowgorod: 35 Artem Kozhenkov
Wolgograd: 01 Juri Agarkov // Pskow: 41 Juri Agarkow
Kutelev Stanislav, dreifach, Kostroma, Rjasan und Orenburg. Nur Orenburg
Nikolai Symov, Rjasan & Tschuwaschien - nur Tschuwaschien
Mamontov Mikhail - Krasnodar Teil 1 & Teil 2
Ivan Alekseevich Chulkov, Kostroma, Pos. 51/56
Elimov Alexey Michailowitsch , Kostroma & Tschuwaschien
Falsch einsortiert
Ruslan Khamitov, Tscheljabinsk, kein Söldner der Gruppe Wagner

Ilja Denisowitsch, 19 Jahre
Tagebuch eines Wehrpflichtigen:
Ilja Denisowitsch Tarasow wurde am 16. Oktober 2005 in Dobrjanka in der Region Perm geboren.
Wir meinen damit die Antrittsprämien, die Russen erhalten, wenn sie freiwillig einen Zeitvertrag mit dem Militär abschließen. Und der Begriff „Russisch Roulette“ ist dabei nicht falsch, denn die Überlebenschancen sind gering.
In der zweiten Hälfte des letzten Jahres haben viele Regionen diese Antrittsprämien stark reduziert. Offensichtlich fehlt es an Neuunterzeichner, deshalb erhöhen manche Regionen diese Prämien zum Teil erheblich - trotz chronischem Haushaltsdefizit. Denn alle Regionen müssen eine bestimmte Quote erfüllen, um jene 30.000 bis 35.000 monatlich gefallenen und verwundeten Soldaten im Krieg gegen die Ukraine zu ersetzen.
Über Anhebung der Prämien in Baschkortostan und Tatarstan haben wir bereits berichtet. In Tschuwaschien wurde die regionale Prämie von 400.000 Rubel auf 2,1 Millionen Rubel angehoben. Bis zum 31.03.26 erhält somit jeder Neuunterzeichner zusammen mit der Prämie des Staates 2,5 Millionen Rubel (€ 27.000). In Samara wurde die Einmalzahlung von 400.000 auf 1,1 Millionen Rubel erhöht, dort erhält jeder Unterzeichner zusammen mit der Staatsprämie 1,5 Millionen Rubel (€ 16.000). Und schließlich in Orenburg gibt es zusammen mit der Staatsprämie statt 800.000 Rubel jetzt 1,4 Millionen Rubel (€ 15.000). Bereits Ende Dezember hat auch die ökonomisch schwache Region Mari El die Prämien stark angehoben. Statt bisher 800.000 Rubel von Staat und Region gibt es jetzt 2,5 Millionen Rubel (€ 27.000).
Es lohnt sich also, quer durch Russland zu reisen - dorthin wo die höchsten Prämien gezahlt werden.
Die Stadt Pokrowsk in der Ukraine ist zur Zeit eine der umkämpfsten Regionen an der Front. Sie wurde im letzten Jahr mit der Taktik der Infiltration durch russische Einheiten teilweise besetzt, deren Unterstützung und Versorgung aber durch ukrainische Kräfte erfolgreich verhindert wurde. So ist die Stadt und deren Umgebung aktuell wieder frei von russischen Angreifern.
Doch immer wieder schicken russische Kommandeure ihre Soldaten einzeln oder in kleinen Gruppen in Richtung der Stadt, in der Hoffnung wieder einen Stützpunkt hinter den Verteidigungslinien aufbauen zu können. Wie in diesem Fall sind die Soldaten nicht einmal bewaffnet.
Weite Teile der Front sind vermint, aber für die vorschleichenden Soldaten warten auch andere Fallen. Unser Video zeigt eine Drohne auf der Lauer. Sie übermittelt ihre Bilder an den Drohnenpiloten, der entscheidet, wann der Sprengkörper gezündet wird. Auch jener russische Soldat wird irgendwann in unseren Listen auftauchen.
Alexej Fjodorowitsch Jeropejew wurde am 21.11.1978 im Dorf Scharaldai in Burjatien geboren. Nach der Schule begann Alexej eine Ausbildung zum Schneider und KFZ-Mechaniker. Nach einem Unfall wurde er schwerbehindert, Stufe 2. Der Nachruf schreibt: „Trotz dieser Schwierigkeiten blieb Alexey optimistisch und verdiente sich etwas dazu, indem er Kleidung und Schuhe nähte und dabei sein handwerkliches Geschick unter Beweis stellte. Er konnte keine Familie gründen, blieb aber stets ein gütiger und mitfühlender Mensch.“
Trotz schwerster Behinderung konnte Alexej am 16.05.2025 einen Vertrag als Zeitsoldat mit dem russischen Militär abschließen.
Die Sache endete schnell - Alexej wurde bereits am 11. Juni 2025 bei einem Einsatz ins Verderben geschickt.
So schwärmt der Nachruf weiter: „Alexey war von Natur aus gutherzig, mitfühlend und hilfsbereit. Er war stets bereit, andere zu unterstützen und mit ihnen Freud und Leid zu teilen. Seine Güte und Menschlichkeit werden in den Herzen all derer, die ihn kannten, für immer weiterleben.“
Ein russischer Kommandeur steht auf dem Rollfeld des Flughafens in Kaliningrad und nimmt vor dem Abflug an die ukrainische Front noch ein Video für seine Familie auf.
Seine Worte in deutscher Übersetzung:
"Hallo, meine Lieben!
Jetzt fliegen wir los. Hinter mir steht ein Il-76-Flugzeug, mit dem wir fliegen werden. Gefühle gemischt. Es ist unklar, was uns erwartet, was als Nächstes kommt.
Aber offiziell geht es in die Zone der Spezialoperation, um Verluste aufzufüllen. Die Verluste sind, soweit ich verstehe, sehr hoch. Deshalb schicken sie jeden dorthin.
Niemand wird in die Kategorie der Untauglichen eingestuft. Wir haben hier mehrere Behinderte. Sogar solche mit Prothesen. Also werden alle der Reihe nach aus dem Krieg zurückkehren – entweder behindert oder mit den Füßen voran.
Aber hoffen wir auf das Beste. Ich hoffe, lebend zurückzukommen. Gott segne euch.
Möge Gott ein schnelles Kriegsende gewähren.
Ich liebe euch, Küsse.Tschüss."
Vorausgeschickt - die wahrscheinliche Liquidierung des „Hispaniola“-Gründers, Stanislaw Orlow, ist für das Kriegsgeschehen in der Ukraine völlig ohne Bedeutung. Interessant ist lediglich, wie der russische Staat mit jenen militärisch-politischen Anführern umgeht, die in der Öffentlichkeit zu viel Aufmerksamkeit bekommen. Wer sich nicht in die graue Masse des Militärs einordnet, läuft Gefahr irgendwann durch staatliche Akteure beseitigt zu werden (Beispiele). Die Ermittlungen zum Tod verlaufen regelmäßig im Sande, aber die liquidierte Person bekommt ein prächtiges Staatsbegäbnis mit vielen weinenden Trauergästen.
So passierte dann auch im Fall Orlow, der am 22.12.2025 in Moskau beerdigt wurde und zu dessen Ehren das Militär ein beachtliches Trauerkommando abstellte.
Der Telegram-Kanal von ehemaligen Hispaniola-Akteuren veröffentliche folgendes Video von der Beisetzung:
Der Gründer der Hooligan-Einheit „Hispaniola“, Stanislaw Alexandrowitsch Orlow, wurde getötet. Orlow wurde am 2.12.1981 geboren und lebte in Moskau. Nach bisher unbestätigten Meldungen, sollte er von russischen Beamten verhaftet werden und wurde dabei erschossen.
Nachdem die kämpfenden Hispaniola-Freibeuter sich bereits im Oktober 2025 aufgelöst hatten, wurde jetzt auch der Piraten-Kapitän liquidiert.
Als Begründung für den russischen Angriffskrieg auf die Ukraine gab es in den Verlautbarungen der Behörden meist folgende Begründungen:
Immer häufiger finden wir eine etwas andere Begründung für den Krieg unter den Todesmeldungen für gefallenen Soldaten auf VKontakte, Odnoklassniki und Telegram, die dort von russischen Bots gezielt veröffentlicht werden:
Putin hat mit der Gründung des Zentralen Militärbezirks richtig gehandelt; die Ukraine geriet unter den Einfluss des Westens, und das stellte eine ernsthafte Bedrohung dar.
oder
Kurz gesagt, ich unterstütze Putin in seiner Entscheidung, die SWO (Spezielle Militäroperation) zu entfesseln, weil die Ukraine unter den Einfluss des Westens geraten ist und dies eine ernsthafte Bedrohung für uns darstellt.
In der ersten Amtszeit von Donald Trump hat der US-amerikanische Kongress am 2. August 2017 ein Gesetz verabschiedet, das vom damaligen Präsidenten Trump auch unterzeichnet wurde. Darin heißt es im §247:
(1) Unterstützung der Regierung der Ukraine bei der Wiederherstellung ihrer Souveränität und territorialen Integrität;
(2) Verurteilung und Bekämpfung aller destabilisierenden Bestrebungen der Regierung der Russischen Föderation in der Ukraine, die gegen ihre Verpflichtungen und internationalen Zusagen verstoßen;
(3) niemals Anerkennung der illegalen Annexion der Krim durch die Regierung der Russischen Föderation oder der Abtrennung ukrainischen Territoriums durch militärische Gewalt;
Im Zusammenhang mit einem amerikanischen 28 Punkte Friedensplan war Trump bereit, die Krim und den Donbass als russisch anzuerkennen. Er würde damit gegen sein eigenes Gesetz verstoßen.
Nun - Gesetze kann man ändern, dafür bedürfte es dann einer Mehrheit im amerikanischen Kongress. Die wäre aktuell allerdings mehr als fraglich.
Die vom Kriegsfront zurückgekehrten russischen „Helden der speziellen Militäroperation“ haben mehr als tausend Bürger Russlands getötet oder verletzt.
In den fast vier Jahren des Krieges gegen die Ukraine haben die vom Kriegsfront zurückgekehrten Veteranen der „SVO“ mehr als 1000 Menschen getötet und verletzt, wie die Publikation „Вёрстка (Layout)“ zusammenstellte. Ihre Opfer sind meist Angehörige und Bekannte, die Verbrechen werden häufig während Sauftouren begangen.
So zum Beispiel hat der 43-jährige Einwohner der Stadt Wladimir, Alexej Demeschenko, nach seiner Rückkehr aus der Ukraine einen Mitsäufer in der „Snack-Bar“ mit einem Messer erstochen, weil dieser sich gegen den Krieg aussprach. Der Täter bekam neun Jahre aufgebrummt. Das Gericht sah allerdings einen mildernden Umstand für den Täter, da das Opfer sich gegen den Krieg aussprach.
Oder zum Beispiel hat der 33-jährige Andrej Kurbasow, gebürtig aus der Stadt Wladimir, eine 17-jährige Frau vergewaltigt und getötet. Der mobilisierte Soldat Pawel Sawtschenkow erstach einen Mittrinker in der Grill-Bar „Mirage“ und der Soldat aus der Wladimir-Region, Valery Schumilow, erstach einen Saufkumpan in der Küche wegen eines Streits über den Krieg.
Ein Oberst, der Folter und Diebstahl in der Strafanstalt IK Nr. 15 untersuchte, wurde im Krieg getötet. Seine Angehörigen erfuhren von seiner Todesnachricht von der Bank.
Der FSIN-Oberst Alexander Wladimirowitsch Tscheprasow führte eine interne Untersuchung in der Kolonie Nr. 15 in Angarsk durch (Oblast Irkutsk), nachdem dort ein Gefangenenaufstand und ein Feuer stattgefunden hatten. Später wurde von Folter berichtet. Tscheprasow stieß auf ein großes Netzwerk von Sicherheitskräften und Geschäftsleuten, die Holz stahlen und ins Ausland schickten.
Er konnte die Sache nicht zu Ende untersuchen: Tscheprasow wurde selbst der Bestechung beschuldigt und zu 12 Jahren Strafkolonie verurteilt. Dort unterzeichnete er einen Vertrag, ging an die Front und verschwand spurlos.
Was mit ihm passiert ist, können seine Frau und Mutter nicht erfahren. Weder im Wehramt noch in der Militäreinheit selbst antwortet man ihnen. Es gibt auch keine offizielle Todesanzeige.
Aus dem Telegram-Kanal „Menschen vom Baikal“. Den gesamten Beitrag in russischer Sprache gibt es hier.
Der Telegram-Kanal „Udmurtien gegen Korruption“ hat einen Film vom Soldatenfriedhof der Stadt veröffentlicht. Abonnenten des Kanals haben auch Fotos der Soldatengräber eingereicht, allerdings nur von eineinhalb Reihen. „Das ist schwer anzusehen“, erklärten sie.
Wir konnten auf Grund dieser Fotos 21 Namen neu in unsere Datenbank aufnehmen.
Anmerkung: Es empfiehlt sich den Film in größerer Auflösung anzuschauen, dazu nur auf die Überschrift des Beitrags klicken.
Seit dem Jahr 2022 wurden in Usbekistan 338 Strafverfahren gegen eigene Bürger eingeleitet wegen Beteiligung an bewaffneten Konflikten im Ausland. Fast alle dürften auf Seiten Russlands im Krieg gegen die Ukraine gekämpft haben.
Laut usbekischer Darstellung wurde die überwiegende Mehrheit der Beteiligten durch Täuschung in den militärischen Konflikt hineingezogen oder nach Kontakt mit kriminellen Organisationen in Kampfgebiete geschickt. In seltenen Fällen erfolgte die Teilnahme aus finanziellen Gründen.
Eine unserer Informationsquellen aus Baschkortostan ist seit Beginn des Krieges der Telegram-Kanal „Aspekte Baschkortostan“. Er lieferte Einblicke in die bevölkerungsreichste russische Teilrepublik und veröffentlichte auch Namen der im Krieg gegen die Ukraine gefallenen Soldaten. Um nicht unter Zensurmaßnamen zu fallen, beschränkte sich der Kanal ausschließlich auf die Berichterstattung aus der Region und verzichtete auf Kommentierungen und Wertungen.
Das hat alles nichts geholfen. Am 21. November 25 wurde auch Aspekte als „ausländischer Agent“ eingestuft. Das russische Justizministerium schreibt in seiner Erklärung:
„Die Publikation verbreitete Falschinformationen über Entscheidungen und Maßnahmen russischer Regierungsstellen und lehnte die Militäroperation in der Ukraine ab. Sie war an der Erstellung und Verbreitung von Botschaften und Materialien ausländischer Agenten an die Öffentlichkeit beteiligt.“
Die Publikation „Aspekte – Baschkortostan“ wurde vom Team von Echo Moskwy in Ufa kurz nach der Schließung ihres Radiosenders im Frühjahr 2022 ins Leben gerufen. Die erste Sendung wurde am Morgen des 1. April 2022 auf dem YouTube-Kanal des Projekts ausgestrahlt. Seitdem konzentriert sich „Aspekte“ auf regionale Nachrichten.
Jetzt prangt über jedem Beitrag von Aspekte der großgeschriebene Satz: „18+ DAS VORLIEGENDE MATERIAL (INFORMATIONEN) WURDE VON EINEM AUSLÄNDISCHEN AGENTEN DER INTERNETPUBLIKATION „ASPEKTE VON BASCHKORTOSTAN” VERÖFFENTLICHT ODER BEZIEHT SICH AUF DIE TÄTIGKEIT EINES AUSLÄNDISCHEN AGENTEN DER INTERNETPUBLIKATION „ASPEKTE VON BASCHKORTOSTAN”.
Zwei Journalisten des Projekts, Ruslan Walijew und Jewgeni Konoplin, haben Russland inzwischen verlassen und leben in Deutschland.