Gennadi Kiselew

Gennadi, 21 Jahre

Aus dem Dorf Gusevsky im Bezirk Gus-Chrustalny in der Region Wladimir zog der 21-jährige Gennady Kiselew in den Krieg. Am 30. Januar verpflichtete er sich beim russischen Militär, einen Monat später war er tot.
Sie haben ihn vor etwa zwei Monaten während einer Aufklärung getötet. Erst vor Kurzem gefunden, machten wir uns auf den Weg zur Identifizierung. Viele kannten ihn, er war ein guter Kerl. Seinem Vater wurde mitgeteilt, dass noch nicht bekannt sei, wann die Leiche überführt werde, der Prozess könne bis zu sechs Monate dauern", sagte ein Bekannter.

Ruslan Andrejewitsch Ryschkow

Ruslan, 20 Jahre

Von Ruslan haben wir nur jenes bei schlechtem Licht aufgenommene Foto gefunden. Das könnte damit zusammenhängen, dass Ruslan Andrejewitsch Ryschkow in der Strafkolonie IK-8 einsaß. Er kam aus einem Dorf in der Nähe der Stadt Jelabuga in Tatarstan, geboren am 7.Mai 2003 und war mit seinen 20 Jahren schon ein Todeskandidat der Sturm-V-Truppen.  Am 16. Oktober 23 hat er das Gefängnis verlassen, sein Vater suchte ihn bis Ende April. Anfang Mai kam dann die Nachricht, sein Sohn wäre am 9. Januar gefallen.

Oleg Alekseewitsch Iwanow

Oleg, 22 Jahre

In der Schule wäre Oleg Alekseewitsch Iwanow gut im Sport gewesen, heißt es in seinem Nachruf. Nach der Schule kam der Wehrdienst und Olg blieb gleich dort unter Vertrag. Denn in Burjatien sind die Berufsaussichten eher düster. Er war dann in Syrien und ab 2023 als Panzerfahrer in der Ukraine. Die Überlebenschancen bei dieser Aufgabe sind dort gering. Oleg wurde am 4. März getötet.

Wladislaw Alexandrowitsch Podlesnych

Wladislaw, 20 Jahre

Seit dem 17. Februar 24 hatte die Familie keinen Kontakt mehr zu Wladislaw Alexandrowitsch Podlesnych. Der junge Mann, geboren am 05. Juni 2003 aus Omsk, hatte sich als Freiwilliger beim Militär in der Stadt Kasan in Tatarstan eintragen lassen.  Er war in der Region Saporischschja im Kampfeinsatz und nicht mehr zurückgekehrt. Im März veröffentlichten Angehörige ein Suchanfrage, besonderes Kennzeichen: Mickey Mouse Körper- und Halstattoos. Man hat ihn gefunden, tot, am 27. April wurde er begraben.

Daniil Wiktorowitsch Semjonow

Daniil, 22 Jahre

Nicht weit weg von der Stadtgrenze von Moskau liegt die Stadt Dolgoprudny mit etwa 90.000 Einwohnern. Von dort kommt Daniil Wiktorowitsch Semjonow, geb. 12. Oktober 2001. Nach der Schule ging es direkt zum Militär und als die Ukraine überfallen wurde, wollte Daniil auch mitmachen, schreibt seine Schule. Am 17. Oktober 23 wurde er getötet - heldenhaft, schreibt seine Schule.

Sergej Perwuninskij

Sergej, 21 Jahre

VKontakte - Informationen zu Weliki Ustjug (Region Wologda) am 28.04.24:
Ein weiterer Name auf der Liste der in diesem Krieg Getöteten. Sergej Perwuninskij, 21 Jahre alt. Gestorben am 18. April 2024. Der Tod des Soldaten wird vom Gymnasium gemeldet, an dem der Bewohner von Ustjug bis zur 6. Klasse studierte. Bis heute hat der Bezirk Weliki Ustjug mindestens 36 Menschen verloren – Teilnehmer an Militäroperationen in der Ukraine.

Dimitri Alexandrowitsch Scharapow

Dimitri, 19 Jahre

Estnische Bauern haben das Dorf Solotaja Niva im Sommer 1895 gegründet und unter einfachsten Bedingungen zunächst das Land bestellt. Heute hat das Dorf etwa 1.300 Einwohner, es liegt westlich der Hauptstadt der Region Omsk. Dimitri Alexandrowitsch Scharapow kam aus diesem Dorf, war gerade mal 19 Jahre alt und wollte sich im Kriegsdienst versuchen. Im Dezember 23 unterschrieb er sein Todesurteil beim russischen Militär, am 9. März wurde es vollstreckt.

Artur Muchasimowitsch Abuschew

Artur, 21 Jahre

Aus der Stadt Megion im Autonomen Kreis der Chanten und Mansen zog Artur Muchasimowitsch Abuschew in den Krieg. Geboren am 21. November 2002, getötet am 12. Januar bekam er zum Abschied ein Gedicht:
Du bist nicht gestorben. Du bist dem Regiment der Unsterblichen beigetreten.
Dort gibt es Freunde - Helden des neuen Entwurfs.
Während du hier warst, hast du alles getan, was du konntest
um das Land, um dein Heimatland wieder glücklich zu machen.

Artjom Denissowitsch Palamartschuk

Artjom, 22 Jahre

Nach dem Wehrdienst hatte sich Artjom Denissowitsch Palamartschuk für zwei Jahre beim Militär verpflichtet. Danach machte er in Pskow eine Ausbildung zum Kabelpresser und hatte Pech im Jahr 2022 gleich wieder eingezogen zu werden. Am 16. August 23 wurde er irgendwo an der Front getötet und liegen gelassen. Am 19. April 24 wurde das was man als seine Überreste bezeichnet hatte, in Pskow begraben.

Kirill Juriewitsch Bulatow

Kirill, 22 Jahre

Die 18-jährige Olivia schreibt zu dem Foto: "Ein echter junger Held ist gestorben!!! 😭 Kirill Juriewitsch Bulatow, 26.04.2001-28.03.2024 😭🙏 Unser Krieger, unser Schmerz!!!

Nikolai Monin

Nikolai, 19 Jahre

Offizielles Stary Oskol (Region Belgorod) meldet am 28.04.24:
Unser Landsmann, gebürtig aus dem Krasnogvardeysky Bezirk, Nikolai Monin starb während der SVO in der Ukraine. Er war 19 Jahre alt. Ewiges Gedenken an den Helden!

Andrej Dostanowitsch Iskulow

Andrej, 23 Jahre

Ende März wurde Andrej Dostanowitsch Iskulow, geb. 27.01.2000,  im Dorf Berjozki im Gebiet Tscheljabinsk beigesetzt. Andrej hatte bereits ein Jahr lang Kampferfahrung an der Front und war heil nach Hause gekommen. Doch im Oktober 2023 zog es ihn wieder in den Krieg. Diesmal nicht lange, er wurde einen Monat später getötet.

Ildar Gafurowitsch Chasijew

Ildar, 22 Jahre

Aus dem kleinen Dorf Novonikitino in der Region Orenburg kam Ildar Gafurowitsch Chasijew. Er hatte dort die Schule abgeschlossen, während des Wehrdienstes schloss er einen Zeitvertrag mit dem russischen Militär ab. Im März 23 war er auf Heimaturlaub und besuchte seine alte Schule  noch einmal. Wenn man den Bericht der Schule um all die Propaganda und Schönfärberei bereinigt, dann war Ildar alles andere als glücklich über seine Situation. Auf den Fotos sieht man auch keinen strahlenden Helden. Am 22. Januar 24 war sein Leben zuende.

Roman Walerjewitsch Mjasnikow

Roman, 24 Jahre

Aus einem Dorf in der Region Tjumen kam Roman Walerjewitsch Mjasnikow, geb. 20.06.1999. Im Jahr 2017 beendete er seinen Wehrdienst, alles danach bleibt unbekannt. Im November 23 meldete er sich freiwillig zum Kriegsdienst, im Januar 2024 war bereits damit Schluss. Beigesetzt wurde er erst am 22. April.

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