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Russland mangelt es an Soldaten im Krieg gegen die Ukraine. Deshalb sollen jetzt Studenten als Drohnenpiloten die Lücken füllen. Die russische Zentralregierung erwartet von allen höheren Bildungseinrichtungen im Land, dass sie zwei Prozent ihrer Studenten als Drohnenpiloten für den Krieg gegen die Ukraine rekrutieren.

Kuehe

Kuhherde -- Foto: Tobias Nordhausen -- Lizenz: CC BY-SA 4.0

Von Sibirien aus breitet sich in Russland eine Rinderseuche aus und erfasst immer mehr Regionen. Massenweise werden über das ganze Land Rinderbestände getötet, Bauern aus Nowosibirsk sind verzweifelt, verstecken ihre Rinder oder blockieren Straßen, die Behörden schweigen ob der Ursache. Halbamtlich wird über Pasteurellose-Fälle berichtet, aber diese Rinderkrankheit ist beherrschbar. Vermutlich handelt es sich um die gefährliche Maul- und Klauenseuche, amtlich bestätigt wird das nicht. So kursieren zahlreiche Verschwörungstheorien unter den betroffenen Bauern.

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Militärische Drohne -- Foto: VKontakte

Seit Anfang des Jahres 2026 wurden in der russischen Teilrepublik Tatarstan 300 Personen rekrutiert, die als Drohnenpiloten ausgebildet werden und die die Angriffe der russischen Armee in der Ukraine unterstützen sollen.

Leningrad Rekrutierung

Im Februar 2026 zahlte die Oblast Leningrad noch drei Millionen Rubel, wenn ein russischer Bürger in einem Militärbüro der Region einen Zeitvertrag abschloss. Jetzt wurde die Antrittsprämie auf 4,5 Millionen Rubel (etwa 48.000 €) angehoben, wie in der angrenzenden Stadt St. Petersburg auch.

St. Petersburg Rauch

Ukrainische Drohnen haben in der Nacht vom 24. auf 25. März 2026 drei Betriebe in der Umgebung von St. Petersburg angegriffen, die für den russischen Erdöl- und Gasexport extrem wichtig sind. In der Kleinstadt Primorsk, etwa 140 km nordwestlich von St. Petersburg, befindet sich der größte Ölverladehafen der Ostsee. Er brennt noch immer - mehrere Tage nach dem Angriff. Dazu wurde die Ölraffinerie „KINEF“ in Kirischi attackiert. Die Stadt liegt etwa 110 km südöstlich von St. Petersburg. Das dritte Ziel war die Ölraffinerie in der Siedlung Ust-Luga, etwa 100 km westlich von St. Petersburg.

Seither zieht eine schwarze Rauchwolke über St. Petersburg und dürfte die Luftqualität der Stadt drastisch verschlechtern. Das zusätzliche Problem: Die Presse darf nicht daüber berichten - all das fällt unter die Zensur. So schreibt „Fontanka“ heute:

Heute sind wir in der Hochschule für Verkehrstechnologie in Nowosibirsk. Im Februar 2026 waren Rekrutierer des russischen Militärs eingetroffen und versuchten Studenten zu überzeugen, einen Vertrag als Drohnenpilot zu unterschreiben. Doch nur wenige Studenten gingen auf das Angebot ein - wenn überhaupt.

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