Manuel & Andreas S. aus Büttelborn müssten eigentlich genug Geld verdient haben, um ihre Computerspiele selbst zu bezahlen. Sind sie doch Meister der Internet-Fallenstellerei. Früher waren es Dialer, heute überziehen sie das Netz mit Seiten wie hausaufgaben-heute.com, die mit hohen Preisen und klandestinen Preisangaben versuchen, unachtsamen Internetbenutzern das Geld aus der Tasche zu ziehen.
Bei einer Firmendurchsuchung im Jahr 2004 wurde ein Rechner beschlagnahmt, auf dem sich ein Computerspiel befand, das nach Meinung der Staatsanwaltschaft illegal beschafft worden wäre. Im Juni 2007 kam es deshalb beim Amtsgericht im hessischen Groß Gerau zum Prozess. Beschuldigt wurde der ältere der beiden Brüder. Zeuge war ein Hamburger Sachverständiger, Verteidiger ein Münchner Anwalt. Der Angeklagte wurde freigesprochen, weil nicht klar war, wer letztlich das Spiel auf dem Rechner installiert hatte. Das Darmstädter Echo berichtete .
OskarMaria, 06. Juli 2007

OskarMaria hätte nur ein Thema, könnte der geneigte Leser meinen. Nämlich Peinliches über Gulli auszuplaudern. Denn nach zwei Beiträgen in Folge über jenen Forenbetreiber aus Bochum, kommt dann in den nächsten Tagen auch noch eine Folge III hinzu.
Bereits am 31. März 2006 hatte der Autor den Geschäftsführer der Fa. Fliks über diverse Porno-Domains informiert, die er der Firma zuordnete und um Stellungnahme gebeten. Es gab keine Rückantwort und der Autor hatte danach keine Zeit, sich des Themas anzunehmen. Aber aufgeschoben ist nicht aufgehoben – die Öffentlichkeit hat schließlich ein Recht darauf, über die Geschäftsmethoden eines umstrittenen Forenbetreibers informiert zu werden. Übrigens: Gulli nahm unseren ersten Bericht zum Anlass, einige der angesprochenen Porno-Domains schnell auf eine Briefkasten-Firma auf Virgin Islands zu übertragen. Ob das dem angeknacksten Image hilft?
OskarMaria, 04. Juli 2007.

Fast wäre es untergegangen. Immer schneller vergeht die Internet-Zeit und selten noch erlaubt man sich einen Blick zurück. Ein solcher auf das Skatsboard hat uns verraten, dass nach Skatshengst, Loddarnewyork, jupp11, um die wichtigsten zu nennen, Ben-99 sich dort einen Administrator-Stuhl neben Bandwurm erobert hat. Nach einem notdürftig als Vertrauensfrage etikettierten Machtkampf ist er damit wieder auf einem Platz angekommen, den er schon mehrere Male in mehreren Foren innehatte und jedesmal über kurz oder lang verlor – immer gefolgt von seitenlangen Nachbetrachtungen mit den jeweiligen Ex-Kollegen. Wir schauen nach vorn und wollen dem einstigen Mitschöpfer unseres eigenen Projektes etwas verspätet gutes Gelingen an seiner derzeitigen Wirkungsstätte wünschen. Nach verschiedenen administrativen und personellen Amokläufen Bandwurms kann eigentlich alles nur besser werden.
Eddy, 26. Juni 2007

Dj-Michael ist gerade auf Tour, von New York bis Frisco legt er in diversen US-Clubs Salsa-Scheiben auf. Vor seinem Fahrtantritt hatte er aber noch Zeit, dem Autor eine dicke Rechnung zu schreiben. Knapp 300 Euro solle OskarMaria dafür bezahlen, dass der das Urheberrecht des DJs verletzt hätte.
Unter dem Alias Weltenbummler hätte ich in einem Blog bei livejournal.com nämlich haufenweise CD-Besprechungen des DJs ohne dessen Einverständnis veröffentlicht. Durch die Verwendung der Subdomain „fkgm.livejournal.com“ und anhand der IP-Adresse wäre dieser Sachverhalt einwandfrei bewiesen. Und bevor ich ihm antworte, solle ich mich doch durch einen Rechtsanwalt oder durch einschlägige Webseiten beraten lassen.
Wenn Schreiben mit einer doppelten Unwahrheit beginnen, werde ich pampig. Ich betreibe keinen Blog auf fremdem Terrain, noch hatten sich meine IP-Nümmerchen bis zu diesem Zeitpunkt nie auf livejournal.com verirrt. Zwar betreibt der Autor das Forum "Freundeskreis guter Musik" kurz fkgm.de , doch was soll das mit jenem anonymen Blog zu tun haben? Entsprechend fiel die Antwort auch aus.
Doch immerhin hat der Autor dadurch etwas gelernt. Dass man bei Livejournal.com offensichtlich ungestört anonym bloggen, fremde Texte veröffentlichen und sogar sorglos Musik tauschen kann. Letzteres dürfte das größere Urheberrechts-Problem jenes anonymen Musikliebhabers sein, sollte der je erwischt werden.
OskarMaria, 25. Juni 2007

Sorin R. alias CoolaShacka, gescheiterter Internet-Pirat und Dialertrickser, bekennt in seinem CSB-Forum: “Ich war süchtig!“ Und berichtet, dass er mit übermäßigen World Of Warcraft-Spielereien Beruf und Partnerin vergeigt hätte. Zehn Stunden werktags, 40 Stunden an den Wochenenden, hätte er in der virtuellen Welt verzockt. Jetzt will er sein Leben wieder besser organisieren und das Fachabitur nachholen. Doch gelernt hat er wohl nichts daraus – in einem anderen aktuellen Thema und per eMail an die CSB-Mitglieder bettelt er um den nächsten Schuss. Jetzt sollen die Leute wieder Geld für seine diversen privaten Internet-Spielereien löhnen. Denn der Server, ein besonders teures Stück in den USA, müsse weiter finanziert werden. Es ist zu befürchten, dass die Benutzer ihm wieder eine Jahresration virtuelles Dope finanzieren werden.
OskarMaria
, 11.09.2006

Thomas H. wäre gerne ein erfolgreicher Geier geworden. Unter den Domains sms-geier.de und tinten-geier.de wollte er Dienstleistungen im Internet anbieten. Das scheint nicht geklappt zu haben, denn die Domains sind im Moment nicht mehr zu erreichen. Jetzt hat Thomas jede Menge Zeit und profiliert sich derweil in seinem Plauderforum als hyperaktiver Administrator. Unter dem Nick Bandwurm bastelt, administriert und reguliert er dort, dass es eine wahre Freude ist. Und gebärdet sich dabei so lästig, wie sein Alias Bandwurm es vermuten lässt. Das musste vor ein paar Tagen auch unser Autor Eddy erfahren. Der hatte bei den Optionen jenes Forums angegeben, dass er von niemandem und durch nichts kontaktiert werden will. Solch eine dreiste Inanspruchnahme regulärer Softwareoptionen konnte natürlich Bandwurm Tommy nicht dulden. Der fühlte sich wohl in seiner Wichtigkeit nicht angemessen respektiert und verfrachtete den unbotmässigen Besucher flugs in eine geheimnisvolle Benutzergruppe. Seine Lieblingsgruppe, wie er erklärend schreibt - wer so klassifiziert ist, besitzt auf seinem Forum keinerlei Schreibrecht.
OskarMaria, 25.08.2006

Milan Kundera, Schriftsteller, scheint den Titel seines bekanntesten Romans inzwischen vergessen zu haben. Sein Werk Von der unerträglichen Leichtigkeit des Seins spielt mitten im Prager Frühling und erzählt von den vielfach verschachtelten Liebschaften eines Prager Gehirnchirurgen. Der Tscheche Kundera ist in den siebziger Jahren nach Frankreich ausgewandert. Seine neusten Bücher veröffentlichte er sogar in französischer Sprache - der Titel L’identité (Die Identität) ist 1998 erschienen, aber offensichtlich nicht in tschechischer Sprache erhältlich. Ein Blogger hat den Band auf eigene Faust übersetzt und unter totoznost.blogspot.com veröffentlicht. Solch eine Leichtigkeit des Seins fand Milan Kundera dann doch unerträglich. Und verlangte über seine Agentur von Google, dem Betreiber von blogspot.com, die unverzügliche Entfernung der unautorisierten Übersetzung – was wohl dann schnell passiert ist. Denn totoznost.blogspot.com ist nicht mehr erreichbar.
OskarMaria, 20. August 2006

Michael C. und seine Firma newadmedia versuchten immer wieder mit höchst umstrittenen Geschäftsmethoden im Internet den schnellen Reibach zu machen. Seiten wie probino.de (Gratisproben) oder simsen.de ("kostenlose" SMS) hatte die Firma ins Netz gestellt. Sohnemann Brian war auch feste mit dabei und hatte laut Unterlagen eines Werbepartners für Werbung auf bitreactor.to gut kassiert. Nachdem immer mehr Menschen sich betrogen gefühlt und Anzeige erstattet hatten, kam im Januar Polizei und Staatsanwaltschaft zu Besuch und beschlagnahmte Unterlagen am Firmensitz im hessischen Hochheim. Jetzt ist die Firma pleite - gegen Michael C. wurde am 4. August das Insolvenzverfahren am Amtsgericht Wiesbaden eröffnet. OskarMaria, 08.08.2006

Jani Taskinen hat vorerst genug. Der Mitentwickler der beliebten Scriptsprache PHP wirft den Bettel hin. Die Bombardierung eines UN-Beobachterpostens im Libanon durch israelisches Militär, der Landsleute von ihm zum Opfer fielen, scheint der Tropfen zu sein, welcher das Fass für den Finnen zum Überlauf brachte. "Solange das Projekt PHP von einer israelischen Firma unterstützt wird, möchte ich nichts (mehr) damit zu tun haben.", so Taskinen aka sniper sinngemäss im IRC und bekräftigte dies mit dem Wunsch nach Löschung in der php.internals-Newsgruppe.

Obwohl das Ganze sehr nach einer Kurzschluss-Reaktion Taskinens aussieht, bedauert _und_ begrüsst der Autor seinen Schritt gleichermassen. Mit sniper verliert die Gemeinde einen aktiven Entwickler, der PHP über Jahre massgeblich mit vorangetrieben hat.

Das Internet blieb währenddessen ebenfalls nicht stehen. Es hat sich zu einem immer bedeutender werdenden Transporteur politischer Inhalte gemausert, mittels unter anderem PHP-basierender Web-Projekte. Da konnte und durfte es nicht ausbleiben, dass der aktuell tobende Nahost-Konflikt auch hier seine Spuren hinterlässt. Im Nahen Osten - staubige Spuren von Soldaten und lärmenden Kettenfahrzeugen, die das libanesische Land erschüttern. Hier - digitale Spuren - ein leiser, doch nachdrücklicher Protest eines finnischen Programmierers, der mit seinem Ausstieg aus dem renommierten PHP-Projekt ein Zeichen gegen Gewalt setzt, welche sich um die lautstarken Proteste der realen Welt offensichtlich wenig schert. Als solches ist es zu begrüssen. Die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass die politischen und militärischen Führer Israels von diesem Vorgang keinerlei Kenntnis bekommen werden, und wenn doch, ihn unter Sonstiges abhaken würden. Solange er allein steht... Eddy, 30.07.2006

Carola Enning betreibt die Hausfrauenseite. Aktuell berichtet sie von ihrem Ärger mit Base. Ohne je Interesse an diesem Angebot gehabt zu haben, soll sie angeblich dort Kundin geworden sein. Anrufe, Briefe und eMails - alles blieb wirkungslos, Base wollte die gekeilte Kundin nicht mehr aus den Fängen lassen und zog das volle Programm durch: Zuerst Rechnungstellung - der widersprochen wurde, dann Lastschrift - die zurückgewiesen wurde, dann Mahnungen, anwaltliche Mahnungen und schließlich der Mahnbescheid - dem ebenfalls widersprochen wurde. Krönung war dann die Nachricht der Bank, dass Frau Enning einen negativen Schufa-Eintrag erhalten hätte - bei bestrittenen Forderungen total unzulässig. Jetzt gilt es für sie auch noch an der Schufa-Front zu kämpfen. Offensichtlich eine übliche Praxis vieler Telefondienstleister mit den Kunden umzuspringen - der Autor kann selbst ähnliche Arien singen.
OskarMaria
, 23.07.06.

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