Klubnaja Straße 3 in Wolgograd

Eingetragenes architektonisches Denkmal  in der Klubnaya-Straße 3 in Wolgograd - Foto: Redboston  - Lizenz:  CC BY-SA 4.0

Wolgograd, das frühere Stalingrad, ist eine russische Großstadt mit etwa einer Million Einwohnern. Sie ist das administrative und wirtschaftliche Zentrum an der unteren Wolga. Die Stadt ist ein bedeutender Verkehrsknotenpunkt und ein wichtiges Industriezentrum. In der Oblast Wolgograd leben etwa 2,5 Millionen Menschen, die Oblast gehört zu den wirtschaftlich führenden Regionen in ganz Russland.

Wolgograd: Teil I bis 99 -- Teil II bis 200 -- Teil III bis 300 --  Teil IV bis 400  -- Teil V bis 600 -- Teil VI bis 800 -- Teil VII bis 1.000 -- Teil VIII bis 2.000 -- Teil IX bis 3.000 -- Teil X bis 4.000 -- Teil XI ab 4.001

Historische Getreidemühle  in Dimitrowgrad

Historische Getreidemühle in Dimitrowgrad -- Foto: Ludvig14 -- Lizenz: CC BY-SA 3.0

Uljanowsk  ist eine russische Großstadt an der Wolga mit etwa 600.000 Einwohnern und Hauptstadt des Gebietes Uljanowsk. Die Stadt liegt an der Wolgaplatte, an den Ufern der Flüsse Wolga (Kuibyschewer Stausee) und Swijaga, an dem Punkt, wo ihre Kanäle zusammenlaufen. Sie liegt 890 km östlich/südöstlich von Moskau.

Aus der Region werden vereinzelte Proteste gegen den Ukrainekrieg berichtet.

Uljanowsk: Teil I bis 100 -- Teil II bis 200 -- Teil III bis 400 -- Teil IV bis 1.000 -- Teil V bis 2.000 -- Teil VI ab 2.001

 On the shore of lake Valdai

Am Strand des Waldai-Sees -- Urheber: Александр БайдуковLizenz:  CC BY-SA 4.0

Die Oblast Nowgorod liegt im Nordwesten Russlands und grenzt an die Oblast Leningrad. Es leben dort etwa 600.00 Einwohner davon ca. 200.000 in der Hauptstadt Weliki Nowgorod. Industrieproduktion macht etwa 40 % des Bruttonationaleinkommens der Oblast aus - in der Mehrzahl Chemieunternehmen.

Zum Foto: Auf einer Halbinsel des Waldai-Sees befindet sich ein offizieller Amtssitz des russischen Präsidenten - etwa 20 km von der Stadt Waldai entfernt. Zu der „Datscha“ führt eine extra angelegte Bahnstrecke. Angeblich würden sich Putins Töchter dort aufhalten.

Nowgorod: Teil I bis 100 -- Teil II bis 500 -- Teil III bis 1.000 -- Teil IV ab 1.001

Dorf Schekino mit 59 Bewohnern im Jahr 2010  -- Urheber: Gastro-en - Eigenes Werk - Lizenz: CC BY-SA 3.0

Die Oblast Nischni Nowgorod liegt im europäischen Teil Russlands an der Wolga, ihre Fläche ist beinahe so groß wie Österreich. Von Moskau aus erreicht man die gleichnamige Hauptstadt leicht mit der Transsibierischen Eisenbahn, die Fahrtzeit beträgt etwa vier Stunden. Nischni Nowgorod gehört zu den interessantesten russischen Städten.

Mit Beginn der Mobilisierung Ende September 2022 haben sich die Todeszalhlen russischer Soldaten im Krieg gegen die Ukraine in fast allen Verwaltungseinheiten an der Wolga beschleunigt - auch aus der Oblast Nischni Nowgorod.

Nischni Nowgorod: Teil I bis 100 -- Teil II bis 300 -- Teil III bis 500 -- Teil IV bis 700 -- Teil V bis 1.000 -- Teil VI bis 2.000 -- Teil VII bis 3.000 -- Teil VIII ab 3.001

Nowokusnezk

Großstadt Nowokusnezk - Urheber: Игоревич  -- Lizenz: CC BY 3.0

Kusbass, das ist der bekanntere Name für die Region Kemerowo. Er steht für das große Steinkohlerevier  Kusnezker Becken, aus dem die meiste russische Kohle gefördert wird.

Die Region Kemerowo gehört zu den dichtbesiedelsten Gebieten Sibiriens, die Oblast hat ca. 2,8 Millionen Einwohner. Davon leben in der gleichnamigen Stadt über 500 Tausend Menschen. Der Raubbau an der Natur bringt die erwartbaren Konsequenzen - großflächige Umweltverschmutzungen und Zerstörungen der Landschaft, Smog mit geringerer Lebenserwartung der Menschen.

Kemerowo: Teil I bis 400 -- Teil II bis 1.000 -- Teil III bis 1.500 -- Teil IV bis 2.000 -- Teil V ab bis 3.000 -- Teil VI bis 4.000 -- Teil VII ab 4.001

Nischnewartowsk

Großstadt Nischnewartowsk -- Foto: эдуард кобяков -- Lizenz: CC BY 3.0

Der Autonome Kreis der Chanten und Mansen liegt östlich des Uralgebirges. Der Ob und einige seiner Nebenflüsse durchfließen die Region in der 1,5 Millionen Menschen wohnen. Drei Großstädte befinden sich im autonomen Kreis: Surgut (300.000), Nischnewartowsk (250.000) und Neftejugansk (120.000), das Verwaltungszentrum ist allerdings die Stadt Chanty-Mansijsk mit etwa 80.000 Einwohnern. Durch die Öl- und Gasförderung haben die Großstädte eine geringe Arbeitslosigkeit und gelten als wohlhabend.

Der Name der Region bezieht sich auf die Ethnien der Chanten und Mansen, beides finnougrische Völker. Beide zusammen machen aber nur noch etwa zwei Prozent der Bevölkerung aus. Der überwiegende Anteil der Bewohner sind Russen.

Autonomer Kreis der Chanten und Mansen / Jugra: Teil I bis 300 -- Teil II bis 500 -- Teil III bis 1.000 -- Teil IV bis 2.000 -- Teil V ab 2.001

Izhevsk thermal electric power plant 3

Wärmekraftwerk in Ischewsk  -- Urheber: Vyacheslav Bukharov -- CC BY-SA 4.0

Udmurtien ist eine Republik im russischen Föderationskreis Wolga mit etwa 1,5 Millionen Einwohnern. Hauptstadt ist Ischewsk mit über 600 Tausend Einwohnern. Udmurtien liegt im europäischen Teil Russlands westlich des Uralgebirges zwischen den Flüssen Kama und Wjatka. Das Land ist stark industrialisiert und gut erschlossen. Namensgeber der Republik sind die Udmurten, eine finno-ugrisches Ethnie oder einfacher ausgedrückt "Wolga-Finnen", die aber nur noch 28% der Bevölkerung stellen.

Wie alle russischen Regionen östlich von Moskau bis zum Ural sind auch die Opferzahlen in Udmurtien im Krieg gegen die Ukraine weit über dem Durchschnitt.

Udmurtien: Teil I bis 200 -- Teil II bis 400 -- Teil III bis 1.000 -- Teil IV bis 2.000 -- Teil V bis 3.000 -- Teil VI ab 3.001

Dorf Ak Tal

Dorf Ak-Tal in Tuwa, etwa 1.000 Bewohner  -- Urheber: Zamunu45 -- Lizenz:  CC BY-SA 4.0

Die Republik Tuwa ist eine zur Russischen Föderation gehörende autonome Republik im südlichen Teil von Sibirien. Dort leben etwa 300.000 Einwohner. Die Tuwiner sind ein Turkvolk und stellen die Mehrheitsbevölkerung in der Republik. Im Vergleich zu anderen russischen Regionen ist die Wirtschaft unterentwickelt - hauptsächlich Landwirtschaft mit Viehhaltung. Die Republik weist die schlechtesten Werte für Kriminalität, Armut, Lebensqualität, Lebenserwartung, Arbeitslosigkeit und Alkoholismus auf.

Der ehemalige russische Verteidigungsminister Sergei Schoigu kommt aus Tuwa. Was ihn nicht hinderte, die Jugend seiner Republik in der Ukraine in den Tod zu schicken. Tuwa hat mit Abstand die höchsten Verluste gemessen an der Bevölkerungszahl im Krieg gegen die Ukraine.

Tuwa: Teil I bis 200 -- Teil II bis 400 -- Teil III bis 1.000 -- Teil IV bis 2.000 -- Teil V ab 2.001

A frosty evening in Efremov. Voronezh highway. 2026 1 1

Stadt Jefremow in der Oblast Tula am 01.01.26  -- Foto: Юрий Д.К.-- Lizenz: CC BY 4.0

Die Oblast Tula liegt etwa 200 km südlich von Moskau und profitiert von der Nähe zur Hauptstadt. Sie ist eine der am stärksten industrialisierten Gebiete des Landes. In der Hauptstadt Tula leben etwa eine halbe Million Menschen, die gesamte Oblast hat etwa 1,5 Millionen Bewohner.

Oblast Tula: Teil I bis 150 -- Teil II bis 1.000 -- Teil III ab 1.001

Tscheljabinsk Komarowa Str

Tscheljabinsk, Komarowastraße -- Urheber: Bogdanprojects -- Lizenz:  CC BY-SA 4.0

Tscheljabinsk, die Millionenstadt im Ural, trat vor zehn Jahren in den Mittelpunkt des Interesses. Im Gebiet der Oblast ging ein ein riesiger Meteor mit einem Gewicht von etwa 12.000 Tonnen nieder - der größte seit über 100 Jahren. Durch die Druckwelle entstand eine laute Abfolge von Knallen, Fenster gingen zu Bruch und das Dach einer Fabrik stürzte ein.

Die Stadt Magnitogorsk mit über 400.000 Bewohnern ist ein Zentrum der russischen Stahlindustrie. In Begleitung der Stahlverarbeitung kommt eine sehr hohe Luftverschmutzung mit hohen Schwefelwerten in der Luft und Schwermetalle im Trinkwasser.

Im Krieg gegen die Ukraine wird auch in der Oblast Tscheljabinsk fleißig gestorben. Die Opfer kommen vorwiegend aus den Dörfern und Kleinstädten, was die Zuordung häufig erschwert.

Tscheljabinsk: Teil I bis 100  -- Teil II bis 200 -- Teil III bis 400 -- Teil IV bis 600 -- Teil V bis 800 -- Teil VI bis 1000 -- Teil VII bis 1.500 -- Teil VIII bis.2.000 - Teil IX bis 3.000 - Teil X bis 4.000 -- Teil XI bis 5.000 -- Teil XII bis 6.000 -- Teil XIII ab 6.001

45th anniversary of 1973 graduation of Kazan Suvorov Military School 07

Kadetten der Kasaner Suworow-Militärschule - Tatarstan - Urheber: Марсель Бадыкшин -- Lizenz: CC BY 4.0

Die russische Republik Tatarstan hat etwa 3,8 Millionen Einwohner, davon leben 1,14 Millionen in der Hauptstadt Kasan. Namensgeber der Republik sind die Tataren, die nach der letzten Erhebung 2021 53,6% der Bevölkerung stellen. Die Tataren sind ein Turk-Volk muslimischen Glaubens. Die größte Minderheit in Tatarstan stellen die Russen mit 39,3 % Bevölkerungsanteil.

Tatarstan gilt als eine der reichsten Republiken Russlands mit reichhaltigen Gas- und Erdölvorkommen und einer entwickelten Industrie.

Dank des aktiven Telegramkanals "Погибшие из Татарстана" (Die Toten aus Tatarstan) dürften in dieser Republik beinahe alle Kriegstoten dokumentiert werden.

Republik Tatarstan: Teil I bis 100 -- Teil II bis 200 -- Teil III bis 300 -- Teil IV bis 500 -- Teil V bis 700 -- Teil VI bis 1.000 -- Teil VII bis 1500 -- Teil VIII bis 2.000 -- Teil IX bis 2.500 -- Teil X bis 3.000 -- Teil XI bis 3.500 -- Teil XII bis 4.000 -- Teil XIII bis 5.000 -- Teil XIV bis 6.000 -- Teil XV bis 7.000 -- Teil XVI bis 8.000 -- Teil XVII bis 9.000 -- Teil XVIII ab 9.001

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Fallschirmjäger aus Rjasan am 9.05.2026 bei der „Siegesparade“ auf dem roten Platz in Moskau

Rjasan ist eine russische Großstadt mit über 500 Tausend Einwohnern. Sie liegt rund 200 km südöstlich von Moskau am Fluss Oka und ist zugleich Hauptstadt des Oblast Rjasan. Die Stadt ist voller historischer Sehenswürdigkeiten, aber auch Standort einer offiziellen russischen Militärakademie und eines Fortbildungszentrum der russischen Luftlandetruppen. Die Absolventen kommen aus den verschiedensten Regionen und leisten ihren Militärdienst als Offiziere.

Rjasan: Teil I bis 150 -- Teil II bis 1.000 -- Teil III ab 1.001

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Lukoil Raffinerie in Perm -- Foto:  CyrusVB6 -- Lizenz: CC BY 3.0

Perm, die Hauptstadt der Region, ist von Moskau gut 1.300 km entfernt. Die östlichste Millionenstadt Europas war noch bis 1991 eine für Ausländer verbotene Stadt. Der Grund waren die Rüstungsbetriebe in der Stadt. Auch heute verfügt die Stadt über eine sehr starke industrielle Produktion - noch vor Ufa und Jekaterinburg. Und als Nebenprodukt soll Perm auch die höchste Kriminalitätsrate Russlands aufweisen.

Die Region Perm gehört zum Föderationskreis Wolga, es leben dort etwa 2,6 Millionen Menschen, davon knapp eine Million in der Hauptstadt Perm.

Perm: Teil I bis 100 -- Teil II bis 200 -- Teil III bis 400 -- Teil IV bis 600 -- Teil V bis 800 -- Teil VI bis 1.000 -- Teil VII bis 1500 -- Teil VIII bis 2.000 -- Teil IX bis 2.500 - Teil X bis 3.000 -- Teil XI bis 4.000 -- Teil XII bis 5.000 -- Teil XIII bis 6.000 -- Teil XIV ab 6.001

Kaluga 2012 Lenina 85 04

Leninstraße in Kaluga -- Foto: Kaluga.2012 -- Lizenz: CC BY-SA 3.0

 Die Oblast Kaluga hat etwa eine Million Bewohner, davon leben etwa 320.000 in der gleichnamigen Hauptstadt. Die Region gehört zu den wirtschaftlich am besten entwickelten Regionen Russlands und war/ist Produktionsstandort einiger internationaler Firmen. Zu den großen internationalen Konzernen, die Projekte in der Region umsetzen, gehören: Volkswagen, Volvo, Peugeot, Citroen, Mitsubishi, GE, Samsung, Continental, Berlin-Chemie/Menarini, Novo Nordisk, STADA CIS und andere. Auch in traditionellen Wirtschaftssegmenten gibt es eine aktive Entwicklung, vertreten durch Hersteller von Turbogeneratoren und Gasturbinentriebwerken, Eisenbahnausrüstung, Baumaterialien, Elektronik, optischen Systemen und anderen. Diese Region dürfte durch die aktuellen Sanktionen und die damit verbundenen Werksstilllegungen ganz besonders betroffen sein.

Kaluga: Teil I bis 150 -- Teil II bis 500 -- Teil III bis 1.000 - Teil IV ab 1.001

Zapolyarnoye Field Novy Urengoy

Erdgasförderanlage in  Nowy Urengoi, der Gashauptstadt Russlands mit über 100.000 Einwohner

Östlich des Uralgebirges und nördlich des Autonomen Kreises der Chanten & Mansen liegt der Autonome Kreis der Jamal-Nenzen. Die Nenzen sind ein indigenes Volk aus traditionell nomadisch lebenden Rentierhirten, Fischern und Jägern. Viele sind inzwischen sesshaft geworden, in der Region machen sie nur noch etwa sechs Prozent der Bevölkerung aus. Der Name Jamal bezieht sich auf die Jamal-Halbinsel und bedeutet in der Sprache der Nenzen so etwas wie das Ende der Welt. Die Region ist etwa doppelt so groß wie Deutschland, wird aber nur von etwa einer halben Million Menschen bewohnt. Die Hauptstadt ist Salechard mit etwas mehr als 40.000 Einwohnern.

Autonomer Kreis der Jamal-Nenzen: Teil I bis 100 -- Teil II bis 1.000 -- Teil III ab 1.001

Kegostrov

Siedlung Kegostrow in Archangelsk -- Urheber: Mike like0708 -- Lizenz:  CC BY-SA 4.0

Archangelsk (wörtlich „Erzengelstadt“) ist eine Hafenstadt in Nordrussland mit etwa 300.000 Einwohnern - Tenden abnehmend. Im Jahr 1991 zählte man noch 420.000 Bewohner. Die Stadt ist administratives Zentrum der Oblast Archangelsk mit insgesamt 1,2 Millionen Einwohnern und befindet sich oberhalb der Mündung der Nördlichen Dwina in das Weiße Meer. Die Ökonomie der Stadt wird wesentlich bestimmt durch den Hafen.

Archangelsk: Teil I bis 150 -- Teil II bis 300 -- Teil III bis 500 -- Teil IV bis 1.000 -- Teil V bis 2.000 -- Teil VI ab 2.001

Puschkinskaja Straße in Woronesch

 Puschkinskaja-Straße in Woronesch -- Urheber: Georgy Dolgopsky -- Lizenz: CC BY-SA 4.0

Die Oblast Woronesch liegt etwa 500 km südwestlich von Moskau und grenzt an die Ukraine. Die Einwohnerzahl beträgt etwas über 2,3 Millionen, davon leben knapp 900 Tausend in der gleichnamigen Hauptstadt. Die Region verfügt über eine bedeutende Industrie mit Flugzeugbau, sowie Chemie und Lebensmittelverarbeitung - wie üblich mit großer Umweltverschmutzung im Gepäck. Dazu kommen fruchtbare Schwarzerdeböden mit intensiver Landwirtschaft.

Zuletzt wurde die Region bekannt, als die Gruppe Wagner mit einer kampfbereiten Truppe nach Norden Richtung Moskau durch Woronesch fuhr und eine Ölraffinerie dabei in Brand gesetzt wurde.

Woronesch: Teil I bis 400 -- Teil II bis 1.000 -- Teil III bis 2.000 -- Teil IV ab 2.001

Kalarsky Bezirk

Kalarsky-Bezirk im Norden Transbaikaliens -- Urheber: Veteran hiker -- Lizenz:  CC BY-SA 4.0

Transbaikalien liegt östlich des Baikalsees und hat eine lange Grenze zu China und der Mongolei. Etwa 1,1 Millionen Einwohner hat die Region, davon leben über 300.000 in der Hauptstadt Tschita. Die Region lebt von großen Kohleminen und vom Handel- und Transportwesen. Mit Gorny existiert auch eine geschlossene Stadt, in der atomar bestückte Interkontinentalrakeketen stationiert sind.

Die Bevölkerung des Landes schrumpft, in etwa 10 Jahren um 100.000 Personen. Die Ökonomie der Region definiert sich hauptsächlich auf die Bodenschätze wie z. B. Kohle, Kupfer, Lithium und Germanium. Die Lagerstätten sind teilweise noch nicht erschlossen.

Wie alle fernen Regionen Russlands zahlt auch diese Region einen sehr hohen Preis beim Krieg gegen die Ukraine.

Transbaikalien: Teil I bis 100 -- Teil II bis 300 -- Teil III bis 500 -- Teil IV bis 600 -- Teil_V bis 1.000 -- Teil_VI bis 1.500 -- Teil_VII bis 2.000 - Teil VIII bis 3.000 -- Teil IX ab 3.001

Jekaterinburg Industrie

Industrieanlage in Jekaterinburg -- Urheber: Владислав Фальшивомонетчик -- Lizenz: Gemeinfrei

Der Föderationskreis Ural ist eine administrative Einheit in Russland. Verwaltungssitz ist Jekaterinburg. Ural gehört zu den reichsten Kreisen Russlands, die Oblast Swerdlowsk ist der industriell stärkste Teil des Ural-Kreises. Die Oblast hat 4,3 Millionen Einwohner, davon leben in der Hauptstadt Jekaterinburg etwa 1,3 Millionen Menschen. Jekaterinburg ist von Moskau etwa 1800 km entfernt.

Die Mehrzahl der Kriegsopfer der Region kommt aus den ländlichen Gebieten und nicht aus großen Stadten.

Swerdlowsk: Teil I bis 100 -- Teil II bis 200 -- Teil III bis 300 -- Teil IV bis 502 -- Teil V  bis 700 -- Teil VI  bis 701 -- Teil VII bis 1.100 -- Teil VIII bis 1.300 -- Teil IX bis 1.500 -- Teil X bis 2.000 -- Teil XI  bis 2.500 -- Teil XII bis 3.000 -- Teil XIII bis 4.000 -- Teil XIV bis 5.000 -- Teil XV bis 6.000 -- Teil XVI ab 6.001

Engels

Stadt Engels - Urheber/Fotograf: ИринаЯ - - CC BY-SA 4.0

Die Oblast und Stadt Saratow haben eine deutsche Geschichte. Auf Einladung der deutschstämmigen Zarin Katharina II zogen sehr viele Deutsche, besonders aus Süddeutschland, in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts in die Region - die Wolgadeutschen, wie sie genannt wurden. Josef Stalin beendete dann 1941 deren Einfluss auf die Region. Aus Angst vor Kollaboration mit den vorrückenden deutschen Truppen wurden die deutschstämmigen Bürger nach Zentralasien und Sibirien deportiert.

In der Oblast Saratow gibt es zwei Städte, die nach deutschen Kommunisten benannt sind: Marx und Engels. Auf einem Flughafen von Engels sind Langsteckenbomber stationiert, die regelmäßig Marschflugkörper in Richtung der Ukraine abfeuern. Aus aktuellen Anlass - das Treibstoffdepot des Flughafens wurde in der Nacht vom 7. auf 8. Januar 2025 mit Drohnen angegriffen, die einen großen Brand verursachten.

Auch Saratow hat eine hohe Anzahl von gefallenen Soldaten im Krieg gegen die Ukraine zu verzeichnen.

Saratow: Teil I bis 99 -- Teil II bis 300 -- Teil III bis 500 -- Teil IV bis 700 -- Teil V bis 1.000 -- Teil VI bis 1.500 -- Teil VII bis 2.000 -- Teil VIII bis 3.000 -- Teil IX bis 4.000 -- Teil X bis 5.000 -- Teil XI ab 5.001

Rostow am Don Panorama

Rostow am Don, Panorama -- Urheber:  o.did - Lizenz:  CC BY 2.0 

Die Oblast Rostow am Don liegt im Süden Russlands mit etwa 4,3 Millionen Einwohnern. Die gleichnamige Hauptstadt zählt, 1,1 Millionen Bewohner. Die Region gilt als das wirtschaftliche und wissenschaftliche Zentrum des südlichen Russlands.

Sie ist auch Heimat der Don-Kosaken, von denen etwa 140 Tausend in den Regionen Rostow und Wolgograd leben. Im Krieg gegen die Ukraine waren sie bereits 2014 im Donbass aktiv und stellten mehrere Bataillone, die jetzt in die reguläre russische Armee integriert sind.

Rostow am Don: Teil I bis 300 -- Teil II bis 500 -- Teil III bis 700 -- Teil IV ab 701 -- Teil V bis 1.500 -- Teil VI bis 2.000 -- Teil VII bis 3.000 -- Teil VIII bis 4.000 -- Teil IX ab 4.001

Moskau, Powarskaja Straße  -- Foto: Anna Anichkova -- Lizenz: CC BY-SA 3.0

Moskau - Hauptstadt Russlands und Regierungssitz - erst nach 141 Tagen Krieg und 2.500 hier öffentlich gemachten Kriegstoten konnten wir den ersten, uns bekannt gewordenen toten Soldaten aus der Stadt Moskau vermelden. Obwohl in der Stadt Moskau etwa acht Prozent der russischen Bevölkerung lebt, schien der Ukrainekrieg an der Hauptstadt ohne Verluste vorbeizuziehen. Passend dazu liefert die Erstinformation nicht ein Pressemedium aus der Stadt, sondern eine regionale Plattform aus Kaliningrad.

Die größte Stadt Russlands hat mit Abstand die geringste Anzahl an getöteten Soldaten gemessen an der Einwohnerzahl zu verzeichnen. Die Herrscher des Kremls schützen ihre Angehörigen.

Moskau: Teil I bis 100 -- Teil II bis 300 -- Teil III bis 500 -- Teil IV bis 1.000 -- Teil V bis 2.000 -- Teil VI ab 2.001

Ukraine Krym Berehove

Verlassenes Erholungszentrum im Dorf Berehowe an der Südküste der Krim -- Foto: Tesla059 -- Lizenz: CC BY-SA 3.0

Die Fläche der Halbinsel Krim ist etwas größer als das deutsche Bundesland Hessen, es leben etwa 2,4 Millionen Menschen in der autonomen Republik. Größte Stadt ist Sewastopol mit etwa 400.000 Einwohnern, die Hauptstadt ist allerdings Simferopol mit über 300.000 Einwohnern.

Zu Zeiten der Sowjetunion (1954) wurde die Krim der Ukrainischen Sozialistischen Sowjetrepublik zugeschlagen. Dafür gab es gute wirtschaftliche Gründe. Der Landweg zur Krim führte durch die Ukraine, die Wasserversorgung kam ebenfalls zu großen Teilen aus der Ukraine.

All diese wirtschaftlichen Gründe dürften auch zum Teil für den russischen Überfall auf die Ukraine verantwortlich sein. Denn nach der widerrechtlichen Annexion der Krim durch Russland hatte die Ukraine die Wasserversorgung eingestellt. Die Erträge der Landwirtschaft gingen stark zurück.

Unter den für Russland getöteten Krimbewohner dürften sich viele dort stationierte russische Soldaten befinden, denn auf der Krim befand sich seit Auflösung der Sowjetunion ein russischer Marinestützpunkt.

 Autonome Republik Krim: Teil I bis 300 -- Teil II bis 500 -- Teil III bis 1.000 -- Teil IV bis 2.000 -- Teil V ab 2.001

Tuapsinsky District Krasnodar Krai Russia panoramio 36

Badestrand bei Tuapse -- Foto:  Максим Улитин -- Lizenz: CC BY 3.0

 Die Region Krasnodar zählt zu den dichtestbesiedelten und wirtschaftlich am stärksten entwickelten Regionen Russlands. Insbesondere die Landwirtschaft ist ein Schwerpunkt der Region. Die fruchtbaren Schwarzerdeböden brachten der Region Krasnodar den Namen „Kornkammer Russlands“, dazu gibt es Weinanbau, Tee, Tabak und Zitrusfrüchte.

Die Stadt Gelendschik ist eine der wichtigsten touristischen Zentren in der Region. Sie liegt etwa 90 km südwestlich der Hauptstadt Krasnodar. Ganz in der Nähe von Gelendschik steht auch jenes geheimnisvolle Anwesen, das Alexei Nawalny in einem Film als Putins Palast vorgestellt hat.

Bei etwa fünf Millionen Einwohnern sind die bisher gemeldeten Kriegstoten im Ukrainekrieg keine bedeutende Zahl. Aber auf den Friedhöfen der Region wächst die Anzahl der Soldatengräber, so ist es nur eine Frage der Zeit, bis auch jene verheimlichten Verluste in die Öffentlichkeit gelangen. Die Kriegsgräber rund um Krasnodar haben wir in einer gesonderten Datei zusammengefasst, soweit es keine weiteren Informationen zu den dort begrabenen Soldaten gibt, die zudem auch aus anderen Regionen kommen können.

Krasnodar:
Teil I bis 102 -- Teil II bis 300 -- Teil III bis 400 -- Teil IV bis 600 -- Teil V bis 800 -- Teil VI bis 1.000 -- Teil VII bis 1.500 -- Teil VIII bis 3.000 -- Teil IX bis 4.000 -- Teil X bis 5.000 -- Teil XI ab 5.001
Friedhöfe I bis 100 -- Friedhöfe II bis 300 -- Friedhöfe bis 500 -- Friedhöfe ab 501
Wagner-Friedhof I -- Wagner Friedhof II -- Wagner Friedhof III

Jaroslawl

Jaroslawl -- Foto: Sergey A. Demidov -- Lizenz: CC BY-SA 4.0

Die Oblast Jaroslawl grenzt nordöstlich an die Region Moskau. Die gleichnamige Hauptstadt ist etwa 280 km von Moskau entfernt. Die Oblast hat etwa 1,27 Millionen Bewohner, davon leben in der Hauptstadt knapp 600 Tausend.

Die größten natürlichen Ressourcen der Region sind die Wälder und das Wasser. Über 4000 Flüsse hat man gezählt, dazu noch über 80 Seen. Der größte Fluss ist die Wolga, die durch den Oblast fließt. Da auch die Hauptstadt zu den ältesten Städten Russlands zählt, spielt der Tourismus eine bedeutende Rolle in der Region.

Jarolslawl: Teil I bis 200 -- Teil II bis 500 -- Teil III bis 1.000 -- Teil IV ab 1.001

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