orenburg2 Orenburg: Unfertig und verlassen -- Urheber: Сергей Метик - CC BY 3.0

Orenburg - der Name klingt deutsch, aber sonst hat die Oblast und die Stadt Orenburg nichts mit deutscher Kultur zu tun. Die Region liegt im Süden Russlands mit einer langen Grenze zu Kasachstan. Die Fläche der Oblast entspricht etwa Bayern, Baden-Württemberg und Hessen zusammen. Wie viele andere Grenzregionen Russlands verzeichnet auch Orenburg einen hohen Blutzoll im Krieg gegen die Ukraine.

Oblast Orenburg: Teil I bis 99 -- Teil II bis 200 -- Teil III bis 300 -- Teil IV bis 500 -- Teil V bis  700 -- Teil VI bis 1.000 -- Teil VII bis 1.500 -- Teil VIII bis 2.000 -- Teil IX bis 3.000 -- Teil X ab 3.001

Wolgograd Panorama Mamajew Huegel

Blick auf die Stadt vom Mamaev-Hügel - Urheber: FontCity - Eigenes Werk CC BY-SA 4.0

Wolgograd - auf dem Mamajew-Hügel steht heute eine große Gedenkstätte der russischen Opfer in der Schlacht um Stalingrad (heute Wolgograd). Vielleicht sollte eine weitere Gedenkstätte hinzukommen, denn die Stadt hat hohe Opferzahlen im Ukrainekrieg zu verzeichnen.

Wolgograd: Teil I bis 99 -- Teil II bis 200 -- Teil III bis 300 --  Teil IV bis 400  -- Teil V bis 600 -- Teil VI bis 800 -- Teil VII bis 1.000 -- Teil VIII bis 2.000 -- Teil IX bis 3.000 -- Teil X bis 4.000 -- Teil XI ab 4.001

luhansk58

Sie tauchen zunächst in keiner Statistik auf - die gefallenen Soldaten der Pseudorepubliken Donezk und Luhansk. Immerhin hat am 22. Juni Donezk Zahlen bekannt gegeben. Danach wären 2128 Soldaten gefallen und 8897 Verwundete zu verzeichnen. Luhansk hält es wie Russland geheim.

Sergey Ochirov und Danil Dmitriev„War is hell“ oder „Krieg ist die Hölle“ ist eine Aussage, die dem amerikanischen General Sherman zugesprochen wird. Und doch gelten in der Kriegshölle bestimmte Regeln. Kriegsgefangene sind menschlich zu behandeln, ihre Tötung ist strengstens verboten.

Aktuell geht es um das Schicksal zweier junger russischer Soldaten, die ganz am Anfang des russischen Krieges gegen die Ukraine irgendwie von ihrer Einheit getrennt wurden oder sich verlaufen hatten und von der ukrainischen Territorialverteidigung festgenommen wurden. Ihre Verhaftung wurde sogar auf Video festgehalten. Doch beide Soldaten aus Burjatien sind tot in ihre Heimat zurück gekehrt und wurden Anfang Juli bestattet.
(Foto oben Sergey Ochirov, unten Danil Dmitriev)

tuwa

Tuwa ist eine kleine autonome Republik im Süden Sibiriens mit gerade mal 300.000 Einwohnern. Etwa 80% der Bevölkerung stellen die Tuwiner, ein Turkvolk, das sich überwiegend zum tibetischen Buddhismus bekennt. Und Tuwa ist auch die Heimat des russischen Kriegsministers Sergei Schoigu. Da wundert es nicht, dass der Blutzoll des Krieges gegen die Ukraine das Volk von Tuwa besonders hart trifft. Gemessen an der Bevölkerung hat Tuwa den zweithöchsten Anteil an gefallenen Soldaten in Russland.

31. Guards Separate Air Assault

31. Airborne Assault Brigade aus Uljanowsk

Der Krieg Russlands gegen die Ukraine begann bereits 2014. Igor Girkin war mit Geheimdienstsoldaten in den Donbass eingesickert und sollte für den Kampf gegen die Zentralregierung die russischstämmige Bevölkerung mobilisieren. Das gelang allerdings nicht wie erwünscht. So stand seine Soldateska im August 2014 vor der Niederlage. Erst als die reguläre russische Armee in die Kämpfe eingriff, wendete sich das Blatt. Zugegeben hat Russland diese Tatsache niemals - niemals wären reguläre Truppen im Donbass im Einsatz gewesen.

In Uljanowsk weiss man das besser. Dort ist die 31. Guards Separate Air Assault Brigade stationiert.

UlanUde

Panorama von Ulan-Ude -- Urheber: Zeitung "Number One" (Fotograf: Беркут)

Die Burjaten, Namensgeber der Republik, sind eine mongolische Ethnie, die vorwiegend den Buddhismus als Religion praktizieren. Sie stellen aber in der Republik eine Minderheit dar, zwei Drittel der Bevölkerung sind Russen.

Die Entfernung zwischen Ulan-Ude und Kiew beträgt über 5.000 km Luftlinie, mit dem Auto sind es noch einmal 1000 km extra. Trotzdem tragen Burjaten einen erheblichen Beitrag zum Krieg Russlands gegen die Ukraine bei. Keine andere Region Russlands hat bisher so viele Kriegstote zu beklagen.

Burjatien: Teil I bis 99, Teil II bis 199, Teil III bis 300, Teil IV bis 400, Teil V bis 500, Teil VI bis 700, Teil VII bis 900, Teil VIII bis 1100, Teil IX bis 1.500, Teil X ab 1.501

Barkhan Sary Kum

Sary-Kum ist eine große Sanddüne im Kumtorkalinsky Distrikt Dagestans -- Urheber: VadimPTG - CC BY-SA 4.0

Die Republik Dagestan ist flächengrößte und bevölkerungsreichste Republik der russischen Kaukasusrepubliken mit etwa 3 Millionen Einwohnern. Dagestan gehört zu den ärmsten Regionen Russlands mit hoher Arbeitslosigkeit.  94% der Bevölkerung sind Muslime. Die Region hat die zweithöchsten  toten Soldaten im Ukrainekrieg zu verzeichen. Im zweiten Teil fassen wir die Meldungen ab dem 102 bis zum 199 Kriegstoten zusammen.

Dagestan: Teil I  bis Position 101, Teil II bis  199, Teil III bis 400 -- Teil IV bis 500 -- Teil V bis 700 -- Teil VI bis 1.000 -- Teil VII bis 2.000 -- Teil VIII ab 2.001

Ulan Ude bei Nacht

Foto : Ulan Ude, die Hauptstadt Burjatiens, bei Nacht - Urheber:Community "Anonymous 03" bei "Vkontakte" - CC BY-SA 4.0

Die meisten Todesopfer im Krieg Russlands gegen die Ukraine kommen aus der autonomen Republik Burjatien. Eine Region mit gerade mal einer Million Einwohnern. Damit die Todesmeldungen übersichtlich bleiben, hier geht es ab der 100. bis zur 199 Meldung weiter.

Burjatien: Teil I bis 99, Teil II bis 199, Teil III bis 300, Teil IV bis 400, Teil V bis 500, Teil VI bis 700, Teil VII bis 900, Teil VIII bis 1100, Teil IX bis 1.500, Teil X ab 1.501

Stein aka Alexey PozharowAm 9. Mai 22 zum russischen Feiertag für die Befreiung vom Nationalsozialismus erklärte Wladimir Putin: „Heute kämpfen unsere Soldaten wie ihre Vorfahren Schulter an Schulter für die Befreiung ihrer Heimat vom Nazidreck.“ Und meinte damit Russlands Krieg gegen die Ukraine.

Wie verlogen diese Behauptung ist, zeigt die Bestattung eines russischen Soldaten vor zwei Tagen in St. Petersburg. Dort wurde Alexei Pozharow (Foto) mit dem Rufzeichen „Stein“ beerdigt.

Am 2. Juni wurde im Dorf Kirpichnoye im Leningrader Gebiet der 18-jährige Fallschirmjäger Gleb Tikhomirov beerdigt, der in der Ukraine ums Leben kam. Eine kurze Kondolenznachricht von Beamten erschien auf mehreren Internetquellen. Der Korrespondent von Sever.Realii ging nach Kirpichnoye und traf sich mit der Großmutter des verstorbenen Fallschirmjägers Lyubov Tikhomirova, die ihren Enkel von Kindheit an großzog.

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Die Straße zum Dorf Kirpichnoye

tjumen

 Buchara Sloboda in Tjumen - Urheber: Romualdas Arm -- CC BY 3.0

Tjumen ist eine Oblast im Süden des Westsibirischen Tieflandes mit einer Bevölkerung von etwa 1,3 Millionen. Hauptstadt ist die Stadt Tjumen mit knapp 600 Tausend Bewohnern. Mehrere Universitäten haben ihren Sitz in der Stadt, dazu gibt es Maschinen- und Schiffsbau und chemische Industrie. Und die Stadt liegt an der Transsibirischen Eisenbahn.

Tjumen: Teil I bis 100 -- Teil II bis 200 -- Teil III bis 500 -- Teil IV bis 1.000 -- Teil V bis 2.000 -- Teil VI ab 2.001

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