Alexander Zakharchenko

Alexander Sachartschenko war bis Ende August 2018 der Führer der Volksrepublik Donezk. Er starb, wie viele andere ostukrainische Separatistenbosse, durch einen Anschlag aus dem Hinterhalt. Beim Besuch eines Lokals seines Leibwächters explodierte eine Bombe. Die Hintermänner wurden niemals gefasst, es besteht der Verdacht, dass Moskau den lästig gewordenen Chef los werden wollte.
Aber die Zeit vergeht schnell, so wundert es nicht, dass in einigen russischen Städten jetzt Straßennamen nach Sachartschenko benannt werden. So aktuell in der russischen Großstadt Pensa mit etwa einer halben Million Einwohnern und 550 km südöstlich von Moskau gelegen.
Der Gouverneur Melnichenko: „Wir müssen das Land wieder vom Nazismus säubern. Russische Truppen retten die Bevölkerung von Donbass, die slawischen Brüder in der Ukraine, vor Gewalt und physischer Zerstörung. An der speziellen Militäroperation nehmen auch die Soldaten von Pensa teil. Sie erfüllen ihre militärische Pflicht angemessen. In Erinnerung an die Leistung der Verteidiger des Donbass und als Zeichen der Freundschaft mit der DVR schlage ich vor, eine der Straßen von Pensa nach dem ersten Oberhaupt der Republik, Alexander Sachartschenko zu benennen.“ OM, 12.05.22

Artur Epifantsev2019 veröffentlichte die Zentrale von Alexei Nawalny in Tjumen ein Video mit einem Interview eines Soldaten der russischen Spezialeinheiten. Darin berichtete ein junger Spetsnaz-Militär, dass Anfang des Jahres „Leute aus Moskau“ zu seiner Einheit gekommen wären und eine offene Befragung unter den Spetsnaz-Kämpfern durchgeführt hätten. Eine der Fragen an die Soldaten war: „Wenn heute Unruhen mit Demonstrationen und Kundgebungen stattfinden würden, wären Sie in der Lage, Waffen gegen die Demonstranten einzusetzen?“
Der Mann war ob dieser Frage ziemlich schockiert, genau so wie seine Kollegen, die alle niemals Waffen gegen Zivilisten einsetzen wollten. So kam das Interview mit Nawalny zustande.
Jetzt wurde bekannt, dass der junge Soldat in der Ukraine gefallen ist. Er gehörte zu einer siebenköpfigen Gruppe von „Obereg“-Spezialkräften, die alle am 13.April 22 getötet wurden. Artur Epifantsev war erst 22 Jahre alt, wurde wahrscheinlich in dem von Kiew 9.000 Bahnkilometer entfernten Wladiwostok geboren und gehörte in Tscheljabinsk zur russischen Garde der 23. Spezialeinheit „Obereg“. OM 10.05.22
Anmerkung: Siehe Tscheljabinsk, Meldung Nr. 44

Bato Valerievich Basanov Bato Valerievich Basanov war ein junger Burjate aus Ulan-Ude, im Oktober wäre er 26 Jahre alt geworden. Mit zwanzig verpflichtete er sich beim Militär und wurde zum Schützen eines Panzers ausgebildet - der Fehler seines Lebens. Denn in der dritten Woche des Ukrainekriegs wurde sein Leben beendet - es erging ihm wie vielen anderen Burjaten, die als Kanonenfutter eingesetzt werden. 5.000 km Luftlinie weit weg vom Zuhause, über 6.000 km auf dem Landweg entfernt, sterben die jungen Menschen eben keinen Heldentod, auch wenn in der Heimat die Behördenvertreter das Gegenteil behaupten. Nun- jener Bato aus Ulan-Ude starb am 14. März einen schnellen Tod, die Rückreise dauerte - einfache Soldaten genießen keine Priorität. Am 6. Mai soll ein Abschiedsgottesdienst stattfinden. OM 05.05.22

Dmitrijew In den lokalen Medien Russlands werden geheime Informationen sicher nicht veröffentlicht. Aber in den sozialen Medien schlüpfen solche immer wieder durch. So auch bei einer Todesmeldung für den Oberstleutnant Dimitriew aus Orenburg, die im russischen VK-Kontakte veröffentlicht wurde, aber im Moment nicht mehr einsehbar ist. Der 44jährige russische Offizier Eduard Dimitrijew ist viel in seiner Militärlaufbahn herumgekommen und wurde laut der Todesmeldung zwischen 2016 und 2019 im Donbass eingesetzt. Dumm nur, da nach offizieller Lesart im Donbass gar keine russischen Truppen stationiert waren.

Die Originalmeldung, die auch unter Orenburg hier zu finden ist, gibt es beim Klick auf die Überschrift.

BI-2 ist eine sehr populäre russische/weißrussische Rockband, die in den 2000er Jahren zu den erfolgreichsten Bands Russlands zählte. Am 28. April sollte ein Konzert in Omsk, einer sibirischen Großstadt, stattfinden. Als die Band zum Soundcheck in der Veranstaltungshalle eintraf, war dort ein riesiges Banner zur Unterstützung des russischen Präsidenten und dessen Krieg gegen die Ukraine aufgehängt. In der Nacht vor dem Auftritt ließ die Gruppe deshalb jenes Banner mit schwarzem Stoff verdecken, was wiederum die örtlichen Behörden nicht aktzeptierten. So kam es, dass 15 Minuten vor Beginn des Konzerts die Band die Bühne verließ und das Konzert abgesagt wurde. OM 29.04.22


In der christlichen Ethik sind die zehn Gebote von zentraler Bedeutung. Aber schon immer gab es auch bei Christen gute Gründe, es mit den Geboten nicht so genau zu nehmen. Aktuell ist es der Kampf gegen Nazis, mit dem Russland seinen Überfall auf die Ukraine rechtfertigt. Und dann ist ganz schnell derjenige kriminell, der an die zehn Gebote erinnert.
So zum Beispiel in Nischni Nowgorod, einer Millionenstadt östlich von Moskau. Dort ging zum höchsten christlichen Fest – Ostern – (das orthodoxe Osterfest war am 24.04.) ein Mann namens Alexander mit einem Plakat auf die Straße. Darauf stand: „Das 6. Gebot – Du sollst nicht töten!“ Solchen Wahnsinn wollten die Behörden nicht dulden. Die Polizei nahm den Mann in Gewahrsam. OM 27.04.22

Weil wir gerade beim Thema sind. Seit 1969 ist die Rockgruppe Maschina Wremeni (Машина Времени, Zeitmaschine) in Russland eine Institution und hat Kultstatus wie hier die Rolling Stones. Der Sänger Andrei Makarewitsch hat sich in der untergegangenen Sowjetunion nicht den Mund verbieten lassen, genau so wie heute. Zu Russlands Krieg gegen die Ukraine meinte er öffentlich: "Stoppt den Wahnsinn sofort!"
Zum 50jährigen Bestehen der Gruppe soll am 15. Mai 22 ein Konzert in der Yantar Hall im Badeort Swetlogorsk (Enklave Kaliningrad) an der Ostseeküste stattfinden. Im Telegram-Kanal des Gouverneurs von Kaliningrad wird deshalb gefordert, dass dieser wegen des „antirussischen Elements“ des Anführers der Band, Andrei Makarevitsch, die Veranstaltung verbieten soll, andere schreiben, dass nur das Publikum entscheiden soll, ob es zum Konzert geht oder nicht. Bisher hat sich der Gouverneur noch nicht geäußert. OM 25.04.22


Aus Rjasan wird ebenfalls gemeldet, dass Freiwillige für die "spezielle Operation in der Ukraine" rekrutiert werden. Entsprechende Durchsagen mit Angabe einer Telefonnummer erfolgen in öffentlichen Verkehrsmitteln. Angeboten werden Verträge mit einer Laufzeit von einem bis elf Monaten bei gutem Verdienst - die Mindestpauschale beträgt 200.000 Rubel pro Monat (ca. 2.300€). Der Durchschnittslohn in Russland liegt etwa bei 35.000 Rubel. Rjasan ist Standort einer offiziellen russischen Militärakademie und eines Fortbildungszentrum der russischen Luftlandetruppen. OM 21.04.22

Aus Baschkirien wird berichtet, dass das russische Militär aktuell und dringend nach Freiwilligen sucht. Über die Webseite des Arbeitsamts gäbe es 22 Stellenangebote, insgesamt über tausend weitere Nachfragen. Erfahrungen im Kriegsdienst scheinen nicht erforderlich, es reichen neun Klassen Schulbildung. Gehalt 20-25 bis zu 120 Tausend Rubel. Der Durchschnittsgehalt in Russland beträgt etwa 35.000 Rubel.
Wer kämpfen will bekommt sogar etwas mehr. Freiwillige erhalten den Status eines Vertragssoldaten und sollen 180.000 Rubel (etwa 2.000€) dafür bekommen. Übrigens – für den Tod gibt es noch etwas mehr: Drei Millionen Rubel ((etwa 33.000 €) zahlt die Regierung dann an die Hinterbliebenen.
Einfach auf das Schlachtfeld werden die Freiwilligen nicht geworfen. Immerhin werden sie gründlich unterwiesen: „Ich habe zwei Wochen bei den Übungen verbracht, dann haben sie mich zum Artillerieschießen mitgenommen, und jetzt versprechen sie, mich nach Westen mitzunehmen“, erzählte ein Teilnehmer. OM 15.04.22

Siebzehn tote Soldaten aus Tuwa, der Heimat des russischen Kriegsministers Shoigu, scheinen nicht zu genügen. Der Chef, Wladislaw Chowalyg, der autonomen Republik schickt jetzt Freiwillige in den Kampf gegen die Ukraine. "Heute verabschieden wir unsere Freiwilligen, die sich entsprechend ihrem Herzen entschieden haben, den Bewohnern von Donbass im Kriegsgebiet zu helfen. Dies sind starke und mutige Menschen, würdige Erben des militärischen Ruhms ihrer Vorfahren - Freiwillige des Großen Vaterländischen Krieges. Der goldene Fonds des Volkes von Tuva," schreibt er in einem sozialen Netzwerk. Die knapp 30 Jungs sehen martialisch aus im oliven Kampfanzug und Gesichtsmaske, ob aber Gummistiefel das geeignete Schuhwerk sind? OM, 09.04.2022

Tuwa 2

ffm serviceEine neu gestaltete Webseite hat die Stadt Frankfurt - das ist schön. Aber vielleicht hätte man besser in den Bürgerservice investiert. Als große Ankündigungen für eigene Angebote zu machen, die es dann letztlich nicht gibt. Will man aktuell zum Beispiel einen neuen Reisepass, dann kann man nicht einfach aufs Amt marschieren. Man braucht einen Termin - wegen Corona meint die Webseite.

Den Termin bekommt man, wenn man sich durch das Serviceangebot des Bürgeramtes klickt. Nachdem man schließlich mit allem einverstanden ist, erhält man die ernüchternde Antwort: Kein Termin verfügbar - nirgendwo. Aha - und jetzt, wie komme ich an einen Reisepass? Da schweigt Frankfurts Webseite. Für was die Corona Pandemie nicht alles verantwortlich ist. OM, 30.12.2020

 

Mit einem drei Milliarden Euro Kredit wird Adidas vor der drohenden Zahlungsunfähigkeit gerettet. Allein 2,4 Milliarden € kommen dabei vom Staat über dessen Förderbank KfW, den Rest steuert ein privates Bankenkonsortium bei. Dabei hatte das Unternehmen das Jahr 2019 bei einem Umsatz von über 23 Milliarden Euro knapp zwei Milliarden Gewinn erwirtschaftet. In der Corona-Krise liegen aber die Adidas-Produkte weltweit wie Blei in den Lagern, es wird nirgendwo mehr Fußball gespielt, auch die Olympischen Spiele sind verschoben und die Sportgeschäfte sind geschlossen.

Apropos Sportgeschäfte - die sind geschlossen weil nicht systemrelevant, genauso wie Fußball oder Leichtathletik - alles nicht systemrelevante Freizeitbeschäftigungen mit hohem Infektionsrisiko. Da wundert es schon, dass der Hersteller von Freizeit- und Sportkleidung jetzt plötzlich systemrelevant sein soll und mit einer Milliardenspritze des Staats gerettet werden muss. OM, 15.04.2020

 

Novel Coronavirus erschossen kkIm Umgang mit den Folgen des Coronavirus zeigen sich in den Ländern deutliche Kulturunterschiede. Während in Deutschland Mehl, Hefe und Klopapier zur Mangelware geworden sind, sollen zum Beispiel in Frankreich in den Läden Rotwein und Kondome knapp geworden sein.

Wieder anders gehen die us-amerikanischen Bürger mit der Krise um. Nach einem Bericht der Nachrichtenagentur Bloomberg soll im März 2020 der Verkauf von Pistolen und Gewehren gewaltig angestiegen sein. Der Umsatz mit Handfeuerwaffen stieg laut  der vorgelegten Analyse gegenüber dem Vorjahr um 91,1%, und der Umsatz mit Langwaffen stieg um 73,6%.

Da stellt sich doch die Frage: Wie erschieße ich einen Virus?
OM, 03.04.2020

Schon lange steht der recht naheliegende Verdacht im Raum: Der Wikileaks-Gründer Julian Assange ist Opfer einer staatlichen Verschwörung geworden. Beteiligt daran sind Schweden, Großbritannien und die USA. Die Staaten hatten das Ziel, jenen unbequemen Mann aus dem Verkehr zu ziehen und damit weitere höchst peinliche Veröffentlichungen von staatlich unmoralischem oder kriminellem Handeln zu unterbinden.

Wer an dieser Aussage Zweifel hegt, der möge das Interview lesen, das der Uno-Sonderberichterstatter für Folter, Nils Melzer, dem Schweizer Magazin Republik gegeben hat. Der Mann konnte die schwedischen Gerichtsakten einsehen und musste erschaudern, wie Vergewaltigungsvorwürfe konstruiert wurden. Und wie die Briten die Schweden baten, ja nicht das Verfahren einzustellen. Weil sonst die Verfolgung von Assange in England nicht mehr zu rechtfertigen wäre. Aus all den Fakten ergibt sich nur eins: Assange ist unverzüglich frei zu lassen.
OM 18.02.2020

Es ist schon eine Crux – da gibt es 1,5 Millionen €, mit denen man offensichtlich nichts anfangen kann. Das Geld kam wahrscheinlich als Kickback aus Aserbaidschan nach Dubai auf ein Konto einer mysteriösen Firma namens „17 Black“. Und war für die politischen Entscheider gedacht, die ein Gaskraftwerk in Malta einem Konsortium zuschanzten, an dem Aserbaidschan maßgeblich beteiligt ist. Durch die Veröffentlichung der Panama Papers scheiterte der Geldtransfer.
Nun lag das Geld auf dem Konto der Firma, die einem der Beteiligten am Mord an der Journalistin Dahne Caruana Galzia gehört – Yorgen Fenech. Der dubaischen Noor-Bank wurde die Sache zu heiß, sie wollte die Geschäftsbeziehung und damit das Konto auflösen. Und stellte Yorgen Fenech zwei Bankschecks aus (Kopie Scheck 1, Kopie Scheck 2, Fotos von Schecks von Forbidden Stories). Die konnte der Mann aber bis heute nicht einlösen, ohne sich selbst zu belasten. OM,17.12.2019

zemachEs ist wirklich schwer, wenn Staaten auf alle internationale Regeln pfeifen, richtige Entscheidungen zu treffen. Ganz im Stile eines Schurkenstaates hatte Russland dies erneut bewiesen und ein Urteil des internationalen Seegerichtshofes mißachtet. Im Mai 2019 hatte das Gericht entschieden, dass die von Russland gefangen genommenen 24 ukrainischen Matrosen und deren drei Schiffe unverzüglich frei zu lassen wären.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyi hat sich dieser Situation gebeugt und sich für die Lebenden entschieden. Die brauchten seine unbedingte Hilfe, für die Toten des abgeschossenen Passagierflugzeugs MH17 konnte er sowieso nichts mehr tun. Ganz so banal ist wohl seine Entscheidung ausgefallen, jenen Beschuldigten oder Zeugen Wladimir Zemach (Foto) auf russischen Wunsch bei einem Gefangenenaustausch freizulassen.

Wer noch den geringsten Zweifel daran hatte, dass Russland nicht für den Abschuss jener Passagiermaschine verantwortlich wäre, der muss spätestens heute seine Meinung ändern. Ein Staat, der so darauf bedacht ist, alle Beteiligten oder Zeugen jenes Verbrechens in den russischen Weiten vor der Justiz zu verstecken, der ist unbedingt schuldig.

Russland mag den angefangenen Krieg gegen die Ukraine militärisch zu jeder Zeit gewinnen können, den Frieden wird das Land aber in jedem Fall verlieren. In diesem Sinne kann man darauf hoffen, dass Selenskyi noch eine Vielzahl weiterer richtiger Entscheidungen treffen wird. OM, 09.09.2019

Ordnung muss sein, das zumindest haben drei irakische Flüchtlinge bei ihrem kurzen Aufenthalt in Deutschland gelernt. Man bleibt bei Rot an der Ampel stehen, drängelt sich in der Schlange nicht vor und das Auto braucht eine Freigabe vom TÜV. Angeblich planten die drei einen islamistisch motvierten Terroranschlag in Deutschland und spielten dafür verschiedene Möglichkeiten durch, die sie finanziell nicht überforderten. Die Polizei glaubt, dass einer der drei Verdächtigten, Shahin F., sich überlegt habe, einen Anschlag mit einem Auto zu begehen. Er habe dafür bereits Fahrstunden genommen. Richtig - Terroranschläge nur mit gültiger Fahrerlaubnis.
OM, 30.01.2019

Nicolás Maduro, im Moment noch Präsident Venezuelas, muss ukrainische Momente fürchten. Das Volk demonstriert mit Massenkundgebungen gegen ihn, das Parlament hat Maduro als Präsident abgesetzt und viele Staaten Lateinamerikas erkennen seine Präsidentschaft nicht mehr an. Freunde hat Maduro nur noch bei der Internationale der Despoten: Recep Erdogan, Bashar al-Assad, Wladimir Putin, Xi Jinping und Daniel Ortega unterstützen ihn noch.
Nachdem der Parlamentsvorsitzende verfassungsgemäß sich selbst zum Präsidenten ernannt und baldige Neuwahlen angekündigt hat, kommt es jetzt auf das Verhalten der Sicherheitsorgane an. Die geben sich im Moment noch loyal zu Madura, doch der ist sich der Unterstützung nicht so sicher. Zu seinem Eigenschutz hat er jetzt die Profikiller der russischen PMC Wagner zu Hilfe gerufen, die bereits auf der Krim, im ukrainischen Donbass und in Syrien russische Interessen durchgesetzt haben. Eine bis zu 400 Mann starke Truppe soll via Kuba eingeflogen worden sein, meldet heute Reuters. PMC Wagner lässt sich gerne mit Erdöl bezahlen, wie wir aus Syrien wissen. Da kann Maduro ja aus dem Vollen schöpfen. Ob die private Sicherheitstruppe aber helfen kann, wenn sich das venezulanische Militär gegen ihn stellt, kann getrost bezweifelt werden. Da hilft nur noch die Flucht, wie sein ukrainischer Kollege Yanukowitsch bereits vorgemacht hat.
OskarMaria, 25.01.2019

Andreas Maurer sitzt für die Partei "Die Linke"  als Fraktionschef im Kreistag von Osnabrück, im Artländer Samtgemeinderat und im Quakenbrücker Stadtrat. Über jenen Andreas Maurer wird im russischen Propagandamagazin "Sputnik" immer wieder gerne berichtet. Denn der Mann fordert die Anerkennung der Krim als Teil Russlands und hat auch die russisch besetzten Gebiete im Donbass besucht. Blöd nur, dass der Politiker im Juni dieses Jahres vom Osnabrücker Landgericht wegen Wahlfälschung zu sieben Monaten auf Bewährung verurteilt wurde. Hat er doch bei mindestens einem anderen Russlanddeutschen dessen Briefwahlunterlagen ausgefüllt und verschickt.

Nun gut könnte man meinen, wer in Russland sozialisiert wurde, für den sind solche Wahlhilfen selbstverständlich. Denn in den dortigen Wahllokalen führen die örtlichen Silowiki gerne die Hände der Wahlberechtigten oder legen selbst Hand an, wenn die Gefahr besteht, dass das Kreuzchen an der falschen Stelle gekritzelt wird. Es ist also keine große Sache, dass jener Andreas Maurer an der deutschen Prinzipienreiterei gescheitert ist.

Natürlich hat die Geschichte eine aktuelle Pointe: In den beiden selbsternannten Volksrepubliken Donezk und Luhansk sind am kommenden Sonntag Wahlen angesetzt. Die wurden dort für notwendig erachtet, weil der Luhansker Chef Plotnizkij im letzten Jahr ins Moskauer Exil und sein Donezker Kollege Sachartschenko kürzlich mit Sprengstoff in die Luft gejagt wurden.

Und aktuell berichtet der Luhansker Pressedienst lug-info.com, dass jener Linkenpolitiker aus Kvakenbyuk (Quakenbrück) sich zur Zeit in Luhansk aufhalte, um dort als Wahlbeobachter zu fungieren und die Rechtmäßigkeit der dortigen Wahlen zu bezeugen.
OM, 10.11.2018

Dmitri Ostaptschuk, Leiter der russischen Staatsfirma 766UPTK, zeigt sich als Menschenfreund und erklärt die Vorzüge von Kampfrobotern.
"Die Reproduktion eines menschlichen Soldaten dauere knapp 20 Jahre, darunter neun Monate im Mutterleib, 18 Wachstumsjahre und mindestens ein Jahr Gefechtsausbildung. Das ist unverzeihlich lang, wenn die Kriegsverluste groß sind.
Um einen ausgefallenen Kampfroboter zu ersetzen, braucht man nur zwei Monate – und das in der Friedenszeit. Im Krieg würde diese Zeit sogar auf wenige Tage gekürzt werden – entsprechende Technologien sind bereits erprobt worden.
Jeder Soldat, auch wenn er in der Ausbildung sehr gut war, wird in einem echten Kampf vom Selbsterhaltungstrieb gepackt, wodurch er völlig seine Gefechtsfähigkeit verlieren kann. Roboter haben dieses Problem nicht."

Abgesehen davon, dass man in einer Welt nicht leben möchte, in der Kampfroboter Menschen abschlachten, entlarvt den Mann dessen Sprache. Der Mensch wird zum Material, wird entmenschlicht und als untauglich disqualifiziert. Das kennt man aus der Geschichte in der despotische Herrscher die Menschen in tauglich und untauglich sortierten. Und die Untauglichen in KZs oder Gulags entsorgten.
OM 30.11.17

Der ukrainische Militärblogger Dmytro Tymchuk war einer der wenigen verlässlichen Autoren in der heißen Phase des russischen Krieges gegen die Ostukraine. Der Mann ist heute Parlamentsabgeordneter. Wenn seine aktuellen Ausführungen zu jenen Siemens-Turbinen stimmen, dann ist jenes Kraftwerk in Taman, an das jene Siemens Turbinen geliefert wurden, nichts als eine Schimäre. Von Russland in die Welt gesetzt, damit man mit den Bauteilen ungehindert  ein Kraftwerk auf der Krim ausrüsten kann. Nach seinen Aussagen hätte das Siemens wissen müssen. Das dürfte sich für Siemens noch zu einem großen Problem aufbauen.

OM, 26.07.2017

Der Blogger Robert Basic will ein neues Projekt unter der Domain buzzriders.com starten. Der Branchendienst Heise meldete dazu, dass die entsprechende Domain buzzriders.de von einem Domain-Grabber von den britischen Jungferninseln registriert worden wäre. Doch so weit muss man eventuell gar nicht fahren, wahrscheinlich kann man die Domain bereits in Bochum abholen.
Eigentlich ist es eine dreiste Angelegenheit. Auf der Hauptinsel Tortola der Britischen Jungferninseln gab es bis zum Jahr 2006 einen katholischen Priester namens Peter Brannelly . Und merkwürdigerweise tauchte diese Name in unterschiedlicher Schreibweise als Peter Branelly oder Peter Brannelly als Ansprechpartner für eine Netsol Ltd in Road Town auf Tortola auf, der für die Registrierung zahlreicher Domainnamen verantwortlich zeichnet, darunter zahlreiche Pornoseiten.
Noch merkwürdiger allerdings ist, dass es bei den Domains immer Verbindungen zu einer deutschen Firma gab und gibt. Mal wurde als Registrar die Firma Fliks GmbH in Bochum angegeben, mal ist als Nameserver „fliks.net“ angegeben, irgendwie lässt sich meist eine Verbindung zu der Firma von Randolf J. aka Gulli herstellen.
Die Domain buzzriders.de wird im Moment bei Sedo zum Verkauf angeboten. Wahrscheinlich würde auch ein Angebot nach Bochum genügen.
OskarMaria, 14.02.2010

Regina Halmich ist Schirmfrau des Deutschen Olympischen Sportbunds für dessen Aktionstag am 25. November 2010 zum Thema „Gewalt gegen Frauen". Kampfsportvereine sollen mit diesem Aufruf dazu bewogen werden, spezielle Kurse für Frauen anzubieten. Denn solch ein Sport stärke das Selbstvertrauen und mache selbstbewusst, wird der ehemaligen Berufsboxerin in den Mund gelegt.
Keine Ahnung was sich der olympische Sportbund dabei gedacht hat! War es nicht Regina Halmich, die über Jahre hinweg selbst übertriebene Gewalt gegen das weibliche Geschlecht angewandt hat? Und für viel Geld öffentlich junge Frauen verprügelte, ohne selbst all zu viel einzustecken? Selbst einen deutschen Trash-Moderator hat sie öffentlich zu Matsch geschlagen und ihm das Nasenbein gebrochen. Also lassen wir in Zukunft unsere Afghanistan-Kämpfer für den Frieden demonstrieren, die AKW-Betreiber gehen gegen Kernkraft auf die Straße und McDonalds gründet eine Initiative gegen Fastfood.
OskarMaria, 30.09.2010

Piratenkapitän im Ruhestand Randolf Jorberg, ehemals aka Gulli, lässt sich in Kapstadt die Sonne auf den Pelz brennen . Da kann er offensichtlich in Ruhe seinen Piratenschatz genießen, den ihm der Verkauf seines Flagschiffs Gulli in die Kassen gespült hat. Ende 2007 hatte seine Firma Fliks GmbH noch ca 155 TSD Euro Gewinnrücklagen in der Bilanz, ein Jahr später sind laut Bilanz die Gewinnrücklagen auf 2.385 TSD Euro angewachsen.
OskarMaria, 01.03.2010

Seit über zwei Jahren hat der Autor als DNS-Server in seinem Netzwerk  die Domains von OpenDNS eingestellt. Der Grund war nicht die aktuelle Debatte über Kinderporno und andere Zensurbestrebungen. Nein - die von meinem Provider zur Verfügung gestellten dns-Server waren einfach zu manchen Uhrzeiten kaum zu erreichen. Die Umstellung brachte Abhilfe.

Gerade mal bei einem Hoster nach dessen vServer-Angebote vorbeigeschaut. Beim Aufruf von "http://www.vlinux.de" meldet OpenDNS eine Phishing-Seite und blockiert den Aufruf. Schnell den Inhaber kontaktiert. Der antwortet sofort: "OpenDNS zeigt sich leider seit einem Jahr unfähig, diese sinnlose Sperre, die durch gehackte v-Server unterhalb der vlinux.de Domain verursacht wurde, zu entfernen."

Da haben wir sie mal wieder - jene Zensur. Die Einen wollen Seiten sperren wg Kinderporno. Es wird ein intransparentes und kontrollresistentes System ausgedacht, mit dem man weit mehr aussperren kann als Kinderpornos. Die Anderen wollen Phishing verhindern und schaffen dabei ein intransparentes und korrekturresistentes System. Die Wirkung ist identisch.

OskarMaria, 22. Mai 2009

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