Werbung DrohnenpilotDas russische Militär sucht verstärkt intelligente, technikaffine junge Leute für ihre Drohneneinheiten an der Front in der Ukraine. Versprochen wird ein Vertrag für ein Jahr, eine gründliche Ausbildung und danach Zugang zu staatlich finanzierten Ausbildungs- und Studienprogrammen (siehe Werbeanzeige links, deutsche Übersetzung).

Die Risiken dieses Militäreinsatzes werden nicht erwähnt oder heruntergespielt. Dabei sind Drohneneinheiten ein bevorzugtes Ziel der ukrainischen Abwehr, wie ein aktuelles Beispiel zeigt:

Timur, ein junger Mann aus der russischen Teilrepublik Altai, wurde nach seiner Ausbildung am Gnezdilow-Polytechnikum zum Wehrdienst eingezogen und dort als Drohnenpilot verpflichtet. Wir dokumentieren den übersetzten VKontakte-Bericht und einige ausführliche Leserkommentare dazu. Einen weiteren entsprechenden Fall findet ihr hier.


Timur Arturowitsch BiybyewBei einer militärischen Sonderoperation kam ein Soldat der Republik Altai, Timur Arturowitsch Biybyew, Rufname „Charas“, heldenhaft ums Leben.

Er wurde am 11. Oktober 2004 im Dorf Mendur-Sokkon im Bezirk Ust-Kansky geboren und wuchs in einer großen Familie auf. Nach dem Abitur besuchte er das Gnezdilow-Polytechnikum Gorno-Altai. 2022 wurde er zum Wehrdienst eingezogen und unterzeichnete einen Vertrag mit dem russischen Verteidigungsministerium. Während der Spezialoperation kommandierte er eine Drohneneinheit.

Für seinen Mut, seine Tapferkeit und seinen Einsatz wurde ihm die Medaille „Für militärische Tapferkeit“ 2. Klasse, die Medaille „Teilnehmer einer militärischen Spezialoperation“ und die Suworow-Medaille verliehen, die er jedoch nie erhielt.

Er starb am 15. Juli 2026 während seines Militärdienstes in der Nähe des Dorfes Krasnoarmeysk in der Volksrepublik Donezk.

Bei seinen Kameraden und Kommandeuren genoss er wohlverdientes Ansehen und Respekt und vertrat seine kleine Heimat – die Republik Altai – würdig.

Er war ein fürsorglicher und liebevoller Sohn, Vater, Ehemann und Bruder.

Die Abschiedsfeier findet am 28. Juli um 11:00 Uhr im Dorf Mendur-Sokkon (Kokysheva Str., Nr. 16) statt. Ewiges Gedenken...


  • Tamara Trubaewa
    Mein Beileid den Eltern und der Familie. Immer mehr junge und talentierte Menschen sterben, während die allgegenwärtigen reichen, gebrechlichen Alten lebendiger denn je sind … und ihre Lieben sicher vor dem Krieg beschützt haben.
  • Aleksa Alenina
    Wann enden diese Nachrufe endlich? Mein Herz blutet. Wann endet dieser sinnlose Krieg? Wie lange müssen Mütter noch ihre Söhne begraben, Frauen noch Witwen bleiben, Kinder noch ohne Väter aufwachsen? Mein tiefstes Beileid gilt der Familie und den Freunden des Helden.
  • Kule Iw
    Die Besten gehen, das Land verliert seine Besten: die Mutigen, die Ehrlichen, die Fleißigen, die Schönen...!! Beamte, Abgeordnete, die Fördermittelempfänger, die Schmarotzer, all ihre Verwandten, die Günstlinge, die öffentlichen Kammern – alle unter sich!
  • Tatiana Mosjukowa
    Herr, wann wird das endlich ein Ende haben? So viele junge Menschen sterben. Was nützen Beileidsbekundungen? Sie können nicht zurückgebracht werden. Möge dieses Leid in unserem Land ein Ende haben!
  • Natalja Sliwina
    Junge Kinder sterben. Und warum? Weil sie beim Wehrdienst gezwungen werden, einen Vertrag zu unterschreiben. Mir tut das Kind leid. Schlaf gut, Junge, mögen sanfte Wolken dich begleiten
  • Angel Bely
    Mein tiefstes Beileid gilt seinen Eltern, Geschwistern und der gesamten Familie. Timur war ein aufgeschlossener, fröhlicher und stets fleißiger Schüler. Ein wundervoller Junge. Möge seine Seele in Frieden ruhen.
  • Asja Nonowa
    Unser Beileid gilt der Familie und den Freunden unseres gefallenen Soldaten. Möge das Himmelreich über uns sein und dieser verfluchte Krieg bald ein Ende haben… Möge der Herrgott die Politiker zur Vernunft bringen.

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