Russland schickt weiter seine Jugend gnadenlos auf die Schlachtbank in der Ukraine. Unser heutiges Beispiel ist Alexej Viktorowitsch Bondin, geboren am 7. August 2007, aus der Stadt Mineralnyje Wody (Mineralwasser) in der Oblast Stawropol im Süden Russlands.
Alexej absolvierte eine Berufsausbildung an der örtlichen Zweigstelle des „Stawropoler Kooperativen Kollegs“, die er im dritten Studienjahr abbrach und sich freiwillig zum Kriegsdienst verpflichtete.
Alexej war Mitglied der Kommunistischen Partei Russlands. Mit 15 Jahren trat er der Jugendorganisation „Lenin-Komsomol“ der Partei bei, die ihn bei seiner Entscheidung zum Kriegsdienst unterstützte:
Im Januar 2023 trat er dem leninistischen Komsomol bei und traf damit eine bewusste ideologische Entscheidung. Er war ein überzeugter Patriot, für den die Worte „Ehre“ und „Gerechtigkeit“ keine leeren Phrasen waren. Für alle, die Alexei kannten, wird er für immer ein Vorbild an Verantwortungsbewusstsein, ideologischer Treue und selbstloser Liebe zum Vaterland bleiben.
So viele ideologische Phrasen über Patriotismus, Ehre und Gerechtigkeit waren dann an der Front völlig bedeutungslos. Andrej unterschrieb am 5. Dezember 2025 den Vertrag und hatte bis zu diesem Zeitpunkt keinerlei militärische Vorkenntnisse. Trotzdem wurde er im Krieg gnadenlos verheizt, bereits am 28. Februar 2026 war er tot.
Seine Berufsschule bedauert seinen Tod, seine Genossen von der kommunistischen Partei bedauern zutiefst.
Zum Tod von Alexej entbrannte eine heftige Diskussion in den Kommentaren, die die ganze Spannweite der russischen Meinungen zum Krieg gegen die Ukraine zeigt. Wir wollen nur einen Kommentar von Jelena herausgreifen:
Jelena Tschudowa
Es tut mir so leid. Ich sehe mir Videos von riesigen Friedhöfen für unsere Soldaten an. Manche sind sogar schon überfüllt. Mir kommen die Tränen. Warum? Die Kommunistische Partei der Sowjetunion ist keine schlechte Partei; sie tut viel für die Menschen, manchmal hilft sie sogar. Ich sehe mir gerade Videos an; sie sagen die Wahrheit, die Fakten. Aber aus irgendeinem Grund wird das Thema Militäraktionen mit keinem Wort angesprochen. Und genau das ist heute die entscheidende Frage: Wann wird der Krieg endlich enden? Davon hängen Preise, Zölle und Gehälter ab. Die Menschen sind erschöpft. Vielleicht stellt die Kommunistische Partei dem Präsidenten diese Frage ja endlich.
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