Waisenhaus Planeta 1

Wieviele junge Männer, die ohne elterliche Fürsorge in Waisenhäusern aufgewachsen sind, bereits im Krieg gegen die Ukraine verheizt wurden, haben wir nicht gezählt. Aber es sind bemerkenswert viele. 

Wir wollen einige Fotos aus dem Waisenhaus Planeta zeigen, das sich in Dimitrowgrad befindet, einer Großstadt mit rund 120.000 Einwohnern in der Oblast Uljanowsk. Am 10. 10.25 nahm eine Delegation des Jugendhauses am Militärspiel „Zarnitsa" teil. Und wenig später wurde der Tod des 18-jährige Kirill  Sleptsow gemeldet, aufgewachsen in jenem Waisenhaus und gefallen in der Ukraine.

Kirill Wladimirowitsch SleptsowKirill Wladimirowitsch Sleptsow (Foto links), geboren am 01. April 2007, wuchs im Waisenhaus Planeta in Dimitrowgrad auf.

Kirill war gut im Sport und gewann Preise in der russischen Militär-Kampfsportart Sambo, einer Mischung aus Judo und Freistilringen.

Mit 18 Jahren müssen die Jugendlichen die Fürsorgeeinrichtungen verlassen, eigentlich sollte der Staat ihnen danach eine Wohnung stellen, aber das geschieht häufig nicht. Wir haben diese Situation bereits am Beispiel von Danil Tkatschenko beschrieben, dem man eine Wohnung versprochen hatte, wenn er einen Vertrag mit dem Militär abschließt.

So unterschrieb auch Kirill Sleptspow kurz nach seinem 18. Geburtstag freiwillig einen Vertrag mit dem russischen Militär - ganz ohne militärische Vorkenntnisse. Ein halbes Jahr später meldete eine Freundin seinen Tod.

Waisenhaus Planeta 3

Da Absolventen von Waisenhäusern meist ohne persönliche Beziehungen dastehen, die ihnen helfen würden, einen angemessenen Platz im Arbeitsleben zu finden, entscheiden sich viele ohne abgeschlossene Berufsausbildung zum Wehrdienst anzutreten und lassen sich in dieser Zeit zum Vertragsdienst anwerben. Oder sie melden sich sofort als Freiwillige an die Front und kassieren die großzügige Antrittsprämie. 

Waisenhaus Planeta 2

Waisenhaus Planeta 4Die Erziehung in den Fürsorgeeinrichtungen zielt genau in die selbe Richtung - die männliche Jugend direkt nach dem Erreichen des 18. Lebensjahres an die Armee zu übergeben.

Eine gute Übung zur militärisch-patriotischen Erziehung ist jenes Militärspiel „Zarnitsa“, das inzwischen zum festen Bestandteil der schulischen und außerschulischen Jugendeinrichtungen in ganz Russland geworden ist. Kinder und Jugendliche lernen spielerisch, sich in Kriegssituationen zu behaupten.

 Das Waisenhaus Planeta schreibt zu den veröffentlichten Fotos:

Die Kinder unseres Waisenhauses haben hervorragende Ergebnisse erzielt und einen respektablen zweiten Platz im militärpatriotischen Spiel „Zarnitsa“ erreicht! Wir sind sehr stolz auf ihren Teamgeist, ihre Ausdauer und ihre Fähigkeit zur Zusammenarbeit. Dies ist eine wohlverdiente Belohnung für ihren Fleiß und ihren Siegeswillen. Herzlichen Glückwunsch an unsere jungen Helden!


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