28.02.2026 -- 190.974 // Zuwachs zum 31.01.2026: 8.084
Russlands Präsident schickt die Jugend seines Landes in einen verbrecherischen Krieg. Wie viele russische Soldaten inzwischen in der Ukraine ihr Leben gelassen haben, können wir nicht komplett aufklären. Wir sammeln hier seit Beginn des Krieges im Februar 2022 die Todesmeldungen aus den Medien der Regionen und sozialen Netzwerken Russlands und verschaffen so zumindest einen ungefähren Überblick.
Im ersten Kriegsjahr haben wir noch die Meldungen im übersetzten Originaltext veröffentlicht, auf Grund der schieren Menge der Kriegstoten mussten wir später zur Tabellenform übergehen, jetzt führen wir nur noch reduzierte Listen. Eine Liste der Regionen und den dazu veröffentlichten Tabellen, finden Sie hier.
Monatlich veröffentlichen wir eine Zusammenfassung unserer Datenbank - die Liste mit allen Auswertungen finden Sie hier - Aktuell Auswertung zum 31.12.2025 & erfasst zum 31.01.2026. | Karte der Regionen Russlands | Föderationssubjekte | Kontakt: info[ɛt]oskarmaria.de
Unsere Webseite oskarmaria.de und die dazu gehörigen IP-Adressen wurden durch die russische Aufsichtsbehörde für das Internet "Roskomnadsor" am 26. August 2024 gesperrt. Details dazu erfahren Sie hier. | Alternativ-Link: gibtsnet.eu
Update: Hoster schlafen nie. Heute Nacht um 1:00 konnte doch noch der Hoster umgestimmt werden. Jetzt ist der Server wieder im Netz. Bis Montag - dann zieht die Putzkolonne ein und macht einen gründlichen Sommerputz.
Offensichtlich hat beim gEB die Sommerpause bereits heute begonnen. Im Moment ist das Board nicht mehr zu erreichen. Nachdem die letzten beiden Monatsraten bis heute noch nicht beim Hoster eingegangen waren, hat dieser den Server vom Netz genommen. Da jetzt das Wochenende beginnt, dürfte es unwahrscheinlich sein, dass sich bis zum Montag an dieser Situation noch etwas ändert.
Weiterlesen: gEB: Die Sommerpause hat (nicht) vorzeitig begonnen
Auf den Cosmo-Foren ist der Autor bereits seit über zwei Jahren registriert und dürfte inzwischen weit über 1000 Beiträge verfasst haben. Trotzdem - solch eine lange Mitgliedschaft bedeutet den Machern gar nichts. Vor kurzem noch hatte der Nick OskarMaria den Benutzerstatus eines Grünschnabels, weil seine älteren Beiträge die Wirren der Vergangenheit nicht überstanden haben. Auf Grund des letzten Beitrags über Mitglieder erster und zweiter Klasse auch beim CCB wurde die Mitgliedschaft wieder mal auf Eis gelegt und OskarMaria gebannt.
Doch oh Wunder, was für eine Nachricht flatterte mir heute ins Haus:
Auf dem gEB sind sie jetzt angekündigt. Die wirklich privaten "Privaten Nachrichten". Die Boardsoftware dort ist eine Eigenentwicklung, die lediglich auf einer Vorgängerversion des heutigen vBB basiert. Und weil dort immer fleißig am Boardsystem weiter programmiert wird, wundert es nicht, dass das gEB wieder mal eine Vorreiterrolle im Bereich Datensicherheit einnimmt. Die beiden Administratoren JamesBlast und AA haben am letzten Freitag die Einzelheiten dazu vorgestellt.
Vor etwa einem viertel Jahr wurde die Konzeption des gEB geändert. Sämtliche Beiträge, die vielleicht in einer rechtlichen Grauzone angesiedelt waren, wurden aus dem Board komplett verbannt. Seither können die Administratoren AA und JamesBlast wieder ruhiger schlafen, doch dafür gehen offensichtlich die Besucherzahlen drastisch zurück. Die BoardNachrichten haben dafür die Statistikdaten des deutschen Elite-Boards etwas genauer angeschaut.
Weiterlesen: gEB: Um die deutsche Elite ist es ruhig geworden
Vor etwa einem Jahr verabschiedete sich Prof. Brinkmann vom CoolaShacka-Board. Er hatte viel zur Gemeinschaft beigetragen, war allseits beliebt, hatte aber immer wieder Stress mit der Boardleitung. "Die Mods haben schlichtweg KEINE Umgangsformen. Sie bevorzugen militärischen Befehlston. Und das mag ich nicht. Deshalb habe ich meine Konsequenzen daraus gezogen und habe gekündigt", begründete er damals seinen Ausstieg. Doch sein selbstbewusster Habitus wurde ihm schließlich auch im gEB zum Verhängnis. Nachdem er ein demokratischeres Boardmodell zur Diskussion unter den Mitgliedern gestellt hatte, wurde er als Moderator abgesetzt. Prof. Brinkmann löschte sich danach umgehend aus der Mitgliederliste, wir haben ihm deshalb einige Fragen gestellt.
Das englischsprachige theForum informierte am Montag seine Mitglieder, dass jederzeit mit einer Abschaltung des Boards zu rechnen ist. Nach Angaben des Moderators Fi5herman sucht man im Moment einen neuen Hoster. Doch auf Grund des vielen Traffics, den das Board verursacht, tut man sich schwer eine preiswerte Alternative zu finden.
Das Burningboard will sich ein neues Logo verpassen. Deshalb werden die Mitglieder zu einem Gestaltungswettbewerb aufgerufen, bei dem es auch was zu gewinnen gibt.
Wir möchten Euch hiermit unser neues Pegasus - Board vorstellen. Wir sind ein nettes, dynamisches Team und haben ein nettes Board von User für User auf die Beine gestellt.
Wer über die bekannten FileSharing-System schon mal versucht hat, Musikstücke aus dem Netz zu laden, weiß, dass man dabei oft nur mindere Qualität bekommt. Jetzt gibt es eine neue, recht eigenwillige Tauschbörse, deren Schwerpunkt auf einer qualitativ hochwertigen Dekodierung der angebotenen Musikstücke liegt. CharNode, Administrator des Freundeskreises guter Musik, berichtet in einem Beitrag für dessen Manisches MusikMagazin über das Über/Nöde-Netzwerk. So heißt das FileSharing-System und genau so seltsam wie der Name uns erscheint, sind dessen Aufnahmekriterien.
Wir möchten Euch unser neues Projekt vorstellen - das DLG-Connect Forum. Mit übersichtlichen, klar strukturierten Themen-Bereichen.
Der Sommer liegt in den letzten Zuckungen - Grund genug uns die aktuellen Besucherzahlen einiger Boards mal im Vergleich anzuschauen. An sechs Werktagen im September haben für jeweils fünf Mal am Tag insgesamt dreizehn Boards unter die Lupe genommen. Und tatsächlich gibt es einige drastische Veränderungen gegenüber den letzten Monaten. Die großen Boards Gulli, gEB & WBC haben alle mehr oder weniger Besucher verloren, die Eselboards Brainstorm24 & Eselchen-Portal dagegen legen laufend zu und ebenfalls im Paarlauf sind CCB und CSB stark im Kommen.
Weiterlesen: Besucherzahlen von 13 ausgewählten Boards im September
Hallo Ihrs,
ich wollte Euch ein neues Projekt vorstellen: Das Off-Topic-Board / kurz otb
Wir wollten ein neues Board auf die Beine stellen, kamen aber schnell zu dem Entschluss, dass ein weiteres wbb oder phpbb niemandem mehr interessiert. Daher habe ich die gesamte Software selbst gecodet. Es gibt zwar noch enorm viel zu tun, aber bereits jetzt möchte ich die Öffentlichkeit in diesem frühen Stadium ins Board einladen um interessierte Member an der Entwicklung und Themengestaltung teilhaben zu lassen.
UserX hat auf dem Gulli-Board einige Veränderungen angekündigt. Diese wollen wir unserem Lesern nicht vorenthalten, auch wenn er seinen Beitrag mit dem Zusatz verziert hat, dass "dieser Text rein boardinternen Informationszwecken dient. Eine Weiterverbreitung außerhalb von gulli.com ist nicht erwünscht." Hier seine Stellungnahme:
Durch den Rücktritt von Ben-99 als Administrator der Boardrundschau ist es auf verschiedenen Boards zu Spekulationen über einen Beitrag der Boardnachrichten gekommen, der noch nicht veröffentlicht ist. Es wird der Eindruck erweckt, eine Veröffentlichung stehe unmittelbar bevor. Auch inhaltlich wissen einige schon genau Bescheid. In dem Bericht ginge es um illegale Dialer, die aber gar nicht so illegal wären, deshalb würden auch Anwälte schon mit den Füßen scharren. Und es gibt auch einige wohlmeinende Ratschläge, dass das Netz immer noch Freizeit wäre, OskarMaria das alles viel zu verbissen sähe und man sich doch lieber mit den vielfältigen Angeboten die das Internet so bietet beschäftigen solle. Oder andere sehen bereits den Untergang der Szene voraus.
All die Neugierigen, die jetzt so aufgeregt herumflattern, muss ich leider enttäuschen. Gar so aufregend wird das alles nicht werden. Durch Bens Rücktritt ist eine gewisse Dynamik entstanden, aber mehr nicht. Wir recherchieren noch immer an dem Thema, einige Auskünfte werden dauern. Der Bericht wird kommen, das ist keine Frage, nur den Zeitpunkt bestimmen wir. Das kann morgen sein oder in vier Wochen. Es lohnt sich also nicht, deshalb ständig auf dem Board präsent zu sein. Wer aktuell informiert sein will, soll sich in die Info-Mail (hier auf der linken Seite) eintragen. Wir werden vor der Veröffentlichung dazu einen Rundbrief verschicken.
Seit gestern sind wieder Neuregistrierungen auf dem Gulli-Board möglich. Die Foren können zur Zeit auch von nicht registrierten Gästen gelesen werden. Moderator onclecracker erklärt warum: "Um aber nicht Hunderte von neuen Nullpostern zu generieren, hat jeder der aufs Board kommt schon mal Lesezugriff. So sollten sich nur die registrieren, die auch posten wollen.
Weiterlesen: Aktualisiert: Gulli lässt Neuregistrierungen wieder zu
Im November schloss Pennywize von einem Tag auf den anderen sein Board, das sich auf die verschiedenen Filesharing-Dienste spezialisiert hatte. Jetzt gibt es ein Nachfolgeprojekt, das von ehemaligen Teammitgliedern ins Leben gerufen wurde - die Dachboden-WG.
Seit dem Umstieg auf die neue Forum-Software phpBB gibt es auf den Cosmo-Foren Mitglieder erster Klasse und Mitglieder zweiter Klasse. Offiziell wird dieser Zustand zwar bestritten, Nachfragen danach auf dem Board werden abgewürgt oder die Beiträge gleich gelöscht. Doch den Mitgliedern, die bei Cosmo erster Klasse reisen dürfen, gefällt dieser Zustand nur begrenzt. : Aber Vorsicht mit Schlussfolgerungen: Nicht etwa weil hier ein paar Demokraten unter den bevorzugten Mitgliedern die Gleichbehandlung einfordern, sondern weil einfach zu wenig los ist im Privilegien-Forum

Das Power-Board ist ein junges Board mit einer schwankenden Benutzeranzahl von 200 - 300 Usern. Das Power-Board zeichnet sich durch
Newbiesfreundlichkeit aus und gilt weithin als Einstiegsboard in die Szene.
Das Power-Board ist ein aufstrebendes, meiner Ansicht nach gutes Board mit VIP Bereich und öffentlichen Foren.
Die Board - URL = http://www.powerboard.on2r.de
besucht es mal es lohnt sich ;)
Auf dem BuHa-Security Board findet in den nächsten Tagen ein neuer Coding Contest, ein Programmier-Wettbewerb statt. Informationen zu diesem Ereignis und weiterführende Links hat Administrator LouChipher hier veröffentlicht.
Warum es auf vielen Boards im Internet auch noch eine Schmuddelecke gibt, ist kaum zu verstehen. Denn harte Erotik und Porno kann man an fast jeder Ecke im Netz leicht bekommen. Dazu werden gerade in Sachen Jugendschutz in Zukunft die Zügel fester angezogen. Auf diesen Trichter ist jetzt auch das Team des ACNW-Boards gekommen.
Da wir in letzter Zeit jede Menge Anmeldungen verzeichnen, haben wir uns etwas ausgedacht, um nur Member zu gewinnen, die wirklich am Board interessiert sind.
auf dem Skatsboard. Nach Umtaufung des Unterforums 'Boardszene' in 'Board Psychiatrie', analog mit dem Einstieg von Stifflers Mom als Moderator, hat sich das Personalkarussell dort erneut gedreht.

Sawwa Anatoljewitsch Michailow war der erste Sekretär des Jakutsker Stadtkomitees der Kommunistischen Partei der Russischen Föderation und Mitglied des Büros des Republikanischen Komitees der Kommunistischen Partei der Russischen Föderation. Sawwa, Jahrgang 1984, wurde im Herbst 2022 mobilisiert und befand sich bei den russischen Truppen in der Ukraine.
Nach Absprache sollte er einen Sitz im Parlament von Sacha (Jakutien) von einem älteren Parteigenossen übernehmen. Doch der weigerte sich plötzlich sein Mandat abzugeben und Sawwa, der bereits sich auf der Rückreise nach Jakutien befand, musste umkehren und zurück an die Front. Dort holte er sich eine Magen- & Darmkrankheit, an der er schließlich im Hospital verstarb.
Das war im Jahr 2023, Sawwa wurde danach posthum in Jakutien geehrt. Seine Frau nahm seine Orden & Auszeichnungen entgegen. Im Oktober 2025 waren sie und ihr 11jähriger Sohn auch tot - erstochen und erschlagen mit Messer und Hammer. Verhaftet wurden zwei 16jährige Mädchen, ihre Tochter und deren Freundin. Die Tochter hätte den Tod ihres Vaters nicht verkraftet.
Der Trend bei den Nachrufen hält an - konkrete Daten werden nicht mehr angegeben. So will es die russische Regierung. Damit kann man nicht mehr abschätzen, wie lange der Zeitvertrag mit dem Militär dauerte oder besser, wie schnell der Soldat nach Vertragsunterzeichnung getötet wurde. Auch wird die Feststellung verhindert, wie lange der getötete Soldat irgendwo an der Front liegen blieb.
Normalerweise haben wir max. einen Kurzzeitsoldaten pro Tag in unserer Rubrik „Ohne viele Worte“ veröffentlicht. Das haben wir heute ausnahmsweiße verändert und alle Kurzzeitsoldaten gelistet, die uns im Zeitraum vom 19. bis 20. Januar 26 aufgefallen sind. Als Beleg dafür, dass auch weiterhin viele russischen Freiwilligen nur kurze Zeit an der Front überleben, auch wenn diese Tatsache unterdrückt werden soll.
CK, 23.02.26
Nach aktuellen Berichten wurden von der russischen Behörde für das Internet "Roskomnadsor" alle „Sozialen Netzwerke“ des Meta-Konzerns abgeschaltet. Folglich sind Facebook, Instagram und der Nachrichtendienst Whatsapp in Russland nicht mehr zu erreichen. Für uns ist das beinahe bedeutungslos. Nur aus der russischen Teilrepublik Nordossetien-Alanien kamen manchmal Informationen via Instagram.
Schwieriger stellt sich die Situation bei Telegram dar. Viele Meldungen von unabhängigen & kritischen Gruppierungen kommen aus Russland über Telegram. Und auch staatliche Akteure nutzen dieses Medium häufig zur Präsentation und Dokumentation ihrer Arbeit. Im Moment berichten Nutzer aus Russland, dass sich Videos und Fotos nur langsam aufbauen - wenn überhaupt. Telegram ist also noch nicht ganz abgeschaltet, aber der Zugriff deutlich erschwert. Wir werden weiter berichten.
OM, 11.02.26
Wir haben jetzt alle russischen Regionen mit den Daten des Monats Dezember 2025 aktualisiert. Es wurden sechs neue Listen angelegt:
Die ausführliche Zusammenfassung zum Dezember 2025 und die erfassten Daten zum Januar 2026 werden wir bis spätestens 4. Februar vorlegen können.
CK, 01.02.26
Noch zwei Tage und wir sind endlich mit den Kriegstoten vom Dezember 2025 durch. Dann müssen die Namen noch übersetzt und alles in unsere Tabellen eingetragen werden, was zusätzlich zwei bis drei Tage in Anspruch nimmt. Zum gleichen Zeitpunkt werden dann auch die erfassten Zahlen vom Januar 2026 verfügbar sein.
Ein Blick in unsere Datenbank zeigt - es wird keine großen Überraschungen geben. Baschkortostan und Tatarstan, führend bei den Kriegstoten nach Regionen, werden ihren Vorsprung weiter ausbauen. Dahinter kommt die Region Swerdlowsk usw. Und wenn man die Kriegstoten ins Verhältnis zur Bevölkerung der Regionen stellt, bauen die ethnisch bestimmten Regionen wie Tuwa, Burjatien, Tschukotka, Altai und Jakutien ihren Abstand zu den russisch geprägten Regionen weiter aus.
OM, 28.01.26
Zu unserer Berichterstattung über den russischen Angriffskrieg passt der Bürgerprotest über den Abriss eines Gebäudes in St. Petersburg vordergründig nicht. Wir meinen aber, der Artikel passt sehr gut.
Zum einen ist er einer der wenigen breit aufgestellten Bürgerproteste seit Beginn des russischen Angriffskrieges. Auf Anhieb fallen uns dazu nur noch die Proteste im baschkirischen Baimak Anfang 2024 ein.
Zum anderen dokumentiert er sehr gut die verschiedenen Meinungen und Vorurteile der Stadtbürger von St. Petersburg. Die „Migranten“ im Beitrag sind keine Migranten in unserem Sinne, sondern ganz normale russische Staatsbürger, deren Geburtsregion der russische Kaukasus ist. Dagestan ist die größte, überwiegend muslimisch geprägte russische Teilrepublik im Kaukasus.
Und vielleicht, vielleicht ein ganz klein wenig, existiert der zivile Ungehorsam in Russland immer noch. Und konnte auch durch die seit Beginn des Krieges ständig erweiterte Repression nicht ganz ausgerottet werden.
Wir haben jetzt alle russischen Regionen mit den Daten des Monats November 2025 aktualisiert. Es wurden 21 neue Listen angelegt:
Bei den Fotos zu den neuen Tabellen haben wir auf Kritik reagiert und möglichst keine Postkartenmotive ausgewählt. Denn diese bilden die Lebenswirklichkeit der Menschen in diesen Regionen nicht ab.
Die große Zahl an russischen Kriegstoten lässt uns kaum noch Zeit zu aktuellen Berichten. Wir können etwa 300 Kriegstote pro Tag bearbeiten, da darf aber nichts dazwischen kommen - wie zum Beispiel persönliche Angelegenheiten. Tatsächlich haben wir im Moment durchschnittlich etwa 400 Fälle in unseren Listen.
Heute haben wir den 20. November bearbeitet, es wird also mindestens noch 11 Tage dauern, bis wir den November abgeschlossen haben.
Die hohe Zahl an Kriegstoten resultiert nicht aus dem aktuellen Kampfgeschehen. Durch das Erbschaftsregister können viele Suchanfragen auf VKontakte und Telegramkanälen geschlossen werden - Soldat tot.
Das alles hindert uns nicht, in den nächsten Tagen einen Zwischenstand zum 15. Dezember zu veröffentlichen.
Wir haben heute alle russischen Regionen mit den Daten des Oktobers aktualisiert. Es wurden drei neue Listen angelegt:
Wir werden für eine kurze Zeit nicht erreichbar sein - einfach später wieder kommen.
Unter den Positionen 1021 und 1022 der Region Krasnojarsk haben wir die im Beitrag „Die Särge sind natürlich geschlossen“ genannten Alexej und Michail Leschok bereits gelistet. Der Originalbeitrag über Alexej ist nicht mehr verfügbar, deshalb haben wir auf eine Zweitveröffentlichung verlinkt. Der Status von Michail Leschok auf VKontakte ist allerdings weiterhin online, dort findet man noch weitere Fotos. Den dritten Bruder Wladimir haben wir bisher noch nicht in unserer Datenbank.
Am 8. November 1939 explodierte um 21:20 h im Bürgerbräukeller in München eine Bombe. Sie galt Adolf Hitler, der zwei Monate zuvor den Angriffskrieg gegen Polen gestartet hatte. Allerdings hatte der „Führer" wegen schlechten Wetters seine Zeitplanung umgestellt und war bereits auf der Rückreise. Wäre das Attentat erfolgreich gewesen, wäre der Welt - vielleicht - jener zweite Weltkrieg erspart geblieben und jene begonnen Kampfhandlungen wären eingestellt worden.
Der schwäbische Tischler Georg Elsner hatte jenes Attentat akribisch geplant, er wurde kurz vor Kriegsende im KZ Dachau ermordet.
Jenes Attentat hat auch im deutschen Grundgesetz Eingang gefunden. In Artikel 20 Absatz 4 der Verfassung heißt es: „Gegen jeden, der es unternimmt, diese Ordnung zu beseitigen, haben alle Deutschen das Recht zum Widerstand, wenn andere Abhilfe nicht möglich ist.“
Auch in Russland bedarf es dringend solch mutiger Menschen, die jenem blutigen & verbrecherischen Gemetzel in der Ukraine ein Ende setzen.
Günter W. Berger, 08.11.25
Die hohen Verlustzahlen der russischen Armee stellen uns aktuell vor unlösbare Probleme. Wir können pro Tag etwa 300 Meldungen verarbeiten bei sechs Arbeitstagen in der Woche. Folglich kommen wir im Moment jeden Tag mit etwa 100 bis 150 Meldungen in den Rückstand.
Aktuell haben wir etwa 7.000 Kriegstote aus dem Oktober bearbeitet - also die regionale Herkunft, das Alter und weitere Informationen in unsere Datenbank eingetragen. Es wird also noch mindestens 12 Tage dauern, bis wir den Monat Oktober 2025 komplett abschließen können.
An den von uns bereits veröffentlichten Zahlen wird sich allerdings nur marginal etwas ändern.
Alle russischen Regionen wurden jetzt mit den Daten des Monats September 2025 aktualisiert.
Folgende neue Listen wurden angelegt:
Die Monatszusammenfassung 09/25 werden wir bis zum 14.10.25 auch fertig bekommen.
Uff....
Aus aktuellem Anlass wollen wir darauf hinweisen, dass wir in unserer Statistik der russischen Kriegstoten in der Regel keine ausländischen Söldner erfassen, die auf der Seite von Russland kämpften. Wir wissen, dass nordkoreanische Einheiten in der Region Kursk am Krieg teilgenommen haben, dass Russland in Nepal, Indien, China, in afrikanischen Staaten und in Kuba aktiv Söldner angeworben hat und viele dieser Männer im Einsatz auch getötet wurden. Und auf Baustellen und in Wirtschaftsbetrieben gibt es Razzien auf Arbeiter ohne russischen Aufenthaltstitel. Da es aber keine öffentlichen Meldungen der russischen Armee über die eigenen Verluste gibt, erfahren wir nichts über diese Kriegsopfer.
Ausnahmen sind dann gegeben, wenn die Ukraine den Tod von Söldnern öffentlich macht oder wenn die ausländischen Soldaten in Russland gelebt und verwurzelt waren. Dann gibt es Meldungen in den lokalen Medien und auch eine Beisetzung auf russischem Boden.
Ein Ableger der staatlichen Initiative „Ich will (jemanden) finden" mit Namen „Ich will leben“ hat heute eine Liste mit gefallenen Söldnern aus Tadschikistan veröffentlicht, die 446 Namen enthält. Die Initiative schreibt dazu:
„Russische Nationalisten haben gemeinsam mit der Polizei eine Jagd auf (Arbeits-)Migranten organisiert: Gefangene werden gezwungen, Verträge zu unterzeichnen, um im Krieg zu kämpfen. Ihnen drohen Abschiebung oder Gefängnis. Duschanbe ignoriert all das weiterhin.“
Stand 30.09.2025 wurden im September 8.626 Kriegstote neu in unsere Datenbank aufgenommen - so viele wie noch nie. Die hohe Zahl an getöteten russischen Soldaten überfordert uns im Moment. Für all diese Namen müssen ja noch die persönlichen Daten festgestellt werden - also Herkunft, Alter, usw. Im Moment haben wir etwa 6.000 davon bearbeitet, wir werden also noch mindestens 12 Tage für unsere übliche Monatszusammenstellung benötigen. Eine vorläufige Zusammenstellung veröffentlichen wir in den kommenden Tagen.
Die monatlich im Jahr 2025 erfassten Toten:
| Januar | 5.360 |
| Februar | 5.578 |
| März | 5.018 |
| April | 3.894 |
| Mai | 3.245 |
| Juni | 4.592 |
| Juli | 7.084 |
| August | 7.224 |
| September | 8.626 |
| Summe 2025 | 50.621 |
| Durchschnitt Monat | 5.625 |
An der Front in der Ukraine wären die Kampfhandlungen leicht zurück gegangen oder zumindest nicht eskaliert, lesen wir aus den Mitteilungen der beiden Kriegsparteien heraus. Doch mit unserer Statistik der Kriegstoten können wir das nicht bestätigen. Natürlich wissen wir, dass die Informationen sehr zeitversetzt bei uns ankommen, aber die Zahlen gehen ständig weiter nach oben. Und im September 2025 gibt es keine außergewöhnlichen Sonderinformationen, wie die vorgestellten Listen der staatlich ukrainischen Initiative "Ich will finden" in den Monaten zuvor.
Doch wenn wir die von uns bisher erfassten Zahlen auf den ganzen Monat hochrechnen, dürften im September mehr als 8.000 neue Kriegstote dazu kommen. Der höchste Wert seit Beginn des Krieges.
24.09.25
In der ersten Hälfte des Septembers 2025 haben wir 4.022 getötete russische Soldaten neu erfasst. In einem halben Monat sind mehr Gefallene zusammengekommen als im Monat April 25 oder Mai 25. Wie üblich sind auch ein paar Auswertungen von Videos und Denkmälern dabei mit Gefallenen der vorherigen Jahre, aber der Anteil ist nicht sehr hoch.
Daraus ergeben sich die folgenden Zahlen nach unseren bewährten Schätzungen:
| Kriegstote 15.09.25 | 137.845 |
| Geschätzt (nur 60% erfasst) |
230.000 |
| Versehrte Soldaten | 804.000 |
| Kriegsopfer gesamt | 1.034.000 |
Die monatlich im Jahr 2025 erfassten Toten:
| Januar | 5.360 |
| Februar | 5.578 |
| März | 5.018 |
| April | 3.894 |
| Mai | 3.245 |
| Juni | 4.592 |
| Juli | 7.084 |
| August | 7.224 |
| bis 15. September | 4.022 |
Alle im Monat August 2025 gefundenen russischen Kriegstoten sind jetzt in den entsprechenden Tabellen der Regionen eingepflegt.
Auf Grund der hohen Verlustzahlen sind einige Tabellen neu dazu gekommen:
Die ausführliche Zusammenfassung des Monats August wollen wir bis zum 11.09.25 vorlegen.
Vor mehr als 20 Jahren hatte ich einen Versuch gestartet, englische Texte mit einem Übersetzungsprogramm in die deutsche Sprache übersetzen zu lassen. Ich habe den Versuch schnell abgebrochen, weil das Ergebnis völlig unbrauchbar war. Also habe ich weiter einen professioneller Übersetzer an die Texte gesetzt.
Dank KI-gesteuerter Übersetzungsprogramme sind die Ergebnisse im heutigen Arbeitsalltag inzwischen mehr als brauchbar, ohne diese Hilfe wäre unsere Webseite nicht finanzierbar.
Seit Beginn des russischen Angriffskrieges haben sich zudem die Übersetzungen stetig verbessert. Bei normalen Texten gibt es kaum noch einen qualitativen Unterschied zwischen den beiden von uns benutzten Programmen "DeepL" und "Google Translate". In beiden Fällen nervt allerdings, dass beide Sprachmodelle ihre Basis in der englischen Sprache haben. Begriffe wie Firmennamen, Namen von Institutionen usw. werden immer in der englischen Übersetzung ausgegeben.
Der Vorteil des von Google herausgegeben Browsers Chrome ist, dass man Webseiten sehr einfach in die gewünschte Sprache übersetzen kann. Das funktioniert für uns allerdings häufig nicht - lässt man sich eine russische Telegram-Seite mit Chrome anzeigen, bekommt man in der Regel keine brauchbare Übersetzung, Das Programm fabuliert etwas wild zusammen, weil es annimmt, die Texte wären in englischer Sprache geschrieben. Die selbe Reaktion hat man auch häufig beim russischen sozialen Netzwerk VKontakte und fast immer bei Odnoklasniki. Man fragt sich, warum ein Ki-Programm die russische Sprache in diesen Fällen nicht erkennt, besonders weil alle Texte zudem auch in kyrillischer Schrift geschrieben sind.
Die Übersetzungen der russischen Namen sind allerdings für uns das größte Problem. Mit Google Translate bekommt man in der Regel nur eine englischsprachige Übersetzung, die man in Deutsch oft nur schwer aussprechen kann. Besser ist da DeepL, das Programm hat sich zudem in den letzten Jahren in dieser Disziplin stetig verbessert. Doch seit drei Monaten bringt es uns zu Verzweiflung. Unsere Namenslisten werden zerhackt, Namen doppelt übersetzt, Leerzeichen missachtet, Zeilenschaltungen vervielfacht und html-Code wird im Klartext gleich mitgeliefert. Aus den Listen macht das Programm ein wildes Durcheinander. Obwohl die reinen Namensübersetzungen besser wurden, können wir mit dem Ergebnis zunächst nichts anfangen. Das nennt man dann Fortschritt.
OM, 08.09.25
Im August hatten wir Urlaubszeit und zusätzlich für 14 Tage einen Totalausfall unserer Internetverbindung. Der vierte Techniker hat es dann geschafft, uns wieder eine stabile Verbindung herzustellen. In der Zwischenzeit mussten wir uns mit mobilem Internet behelfen.
Dazu sind die erfassten Kriegstoten noch einmal angestiegen. Einer der Gründe dafür ist die Liste der russischen Einheit "Schwarze Husaren", deren Auswertung glücklicherweise von anderer Stelle vorgenommen wurde.
| Monat | ermittelt |
| Januar 25 | 5.360 |
| Februar 25 | 5.578 |
| März 25 | 5.018 |
| April 25 | 3.894 |
| Mai 25 | 3.245 |
| Juni 25 | 4.592 |
| Juli 25 | 7.084 |
| August 25 | 7.224 |
Es wird jetzt noch ein paar Tage dauern bis wir die endgültige Auswertung vorlegen können.

Nachdem die Aufmerksamkeit zu unseren Veröffentlichungen wächst, eine kurze Information zu OskarMaria.
Unter diesem Pseudonym war der Initiator im Internet seit über 25 Jahren recht unregelmäßig präsent. Ab dem Jahr 2014 hat er hier über die Situation in den von Russland besetzten Gebieten des Donbass geschrieben. Als einer der ersten Journalisten überhaupt informierte er über die damals neu gegründete Gruppe Wagner.
Beruflich war er seit den 80-iger Jahren Geschäftsführer von diversen Medienunternehmen im Printbereich. Jetzt im Ruhestand, Kinder erwachsen, bleibt etwas mehr Zeit, die gesammelten Erfahrungen zusammen mit wenigen Mitstreitern für dieses Projekt zu nutzen.
Nachtrag: OskarMaria– das ist eine kleine Verbeugung vor dem beinahe vergessenen Schriftsteller Oskar Maria Graf. In Zeiten der Bücherverbrennungen wurden seine Werke von den Nazis verschont, ja sogar teilweise empfohlen. „Verbrennt mich!“ schrieb er 1933 in der Wiener Arbeiterzeitung, „nach meinem ganzen Leben und nach meinem ganzen Schreiben habe ich das Recht, zu verlangen, dass meine Bücher der reinen Flamme des Scheiterhaufens überantwortet werden und nicht in die blutigen Hände und die verdorbenen Hirne der braunen Mordbanden gelangen!“ Schließlich floh er in die USA – dort lebte er in bescheidenen Verhältnissen. Deutschland wollte den unbequemen Mann nach dem Krieg nicht wieder haben. Er starb 1967 in New York.
Literaturempfehlung: Wir sind Gefangene - Autobiograhie 1927.
Doppelt
Wladimir: 25. Artem Kozhenkov // Nischni Nowgorod: 35 Artem Kozhenkov
Wolgograd: 01 Juri Agarkov // Pskow: 41 Juri Agarkow
Kutelev Stanislav, dreifach, Kostroma, Rjasan und Orenburg. Nur Orenburg
Nikolai Symov, Rjasan & Tschuwaschien - nur Tschuwaschien
Mamontov Mikhail - Krasnodar Teil 1 & Teil 2
Ivan Alekseevich Chulkov, Kostroma, Pos. 51/56
Elimov Alexey Michailowitsch , Kostroma & Tschuwaschien
Falsch einsortiert
Ruslan Khamitov, Tscheljabinsk, kein Söldner der Gruppe Wagner

Larisa, 18 Jahre
Wenn der Krieg endet und die Toten gezählt werden – welch ein schrecklicher Preis, begraben in Särgen auf Friedhöfen. Und sie werden entsetzt sein über diesen Preis und hundertmal nachprüfen – in diesem kleinen Krieg solch schreckliche Verluste??? Oder haben sie verlernt zu kämpfen? Oder wussten sie es vielleicht einfach nicht? Oder kümmern sich die „Oberen“ nicht um all die „Zweihundert“, um die Verluste? Welch ein schrecklicher Preis für den Frieden und für unseren Sieg. Und Valery, Jura, Dima, Sascha werden nicht aus diesem Krieg zurückkehren… Und für all die im Krieg Gefallenen werden die Menschen Kerzen in den Kirchen anzünden. Wir werden sie lebend sehen, solange wir auf dieser Welt leben. Wenn der Krieg endet und die Toten gezählt werden – welch ein schrecklicher Preis, begraben in Särgen auf Friedhöfen.
Kommentar der 18jährigen Larisa unter einen Nachruf in der Region Swerdlowsk
Nabereschnyje Tschelny ist mit rund 550.000 Einwohnern die zweitgrößte Stadt in der russischen Teilrepublik Tatarstan. Der Militärkommissar der Stadt, Raschid Iljassow (Foto), hat gegenüber der Presse ein paar Angaben zur Rekrutierung für den Kriegsdienst in der Ukraine gemacht. Danach hat die Stadt 1.400 Soldaten rekrutiert und in das Kriegsgebiet geschickt. Plan erfüllt! Im aktuellen Jahr sollen 1.500 neue Soldaten gewonnen werden. „Insgesamt hat die Republik letztes Jahr ihr Jahresziel um 110 % übertroffen. Die Vertragssoldaten kommen nicht nur aus der Stadt, sondern aus ganz Russland. Weil die Motivation in Tatarstan sehr hoch wäre“, sagte der Kommissar. Wenn er von Motivation spricht, meinte er wahrscheinlich die hohen Antrittsprämien, die aktuell 3,1 Millionen Rubel (etwa 33.600 €) betragen
Tatarstan hat in absoluten Zahlen mit 8.246 Kriegstoten bis zum 31.12.25 die zweithöchste Todesrate in ganz Russland.
Ein Foto von seinem „Heldenschreibtisch“. Anmerkung: Den Boxer Wladislaw Jurkewitsch, links auf dem Heldenschreibtisch, haben wir hier vorgestellt.
Im Jahr 2013 saßen etwa 700.000 Häftlinge in Russlands Haftanstalten. Diese Zahl hat sich inzwischen mehr als halbiert. Wladimir Dawydow, stellvertretender Vorsitzender des Obersten Gerichtshofs Russlands, nannte dazu aktuelle Zahlen: „308.000 Bürger befinden sich in Gefängnissen und Untersuchungshaftanstalten. […] Auch die Zahl der Untersuchungshäftlinge ist mit 89.000 Personen auf einem historischen Tiefstand“. Seine Begründung für diesen Rückgang ist allerdings skurril: „Dies ist das Ergebnis eines Kurses hin zu einer humaneren Gesetzgebung und Strafverfolgungspraxis“.
Richtiger wäre, Russland verheizt seine Strafgefangenen im Krieg gegen die Ukraine. Der ukrainische Geheimdienst veröffentlichte Anfang 2025 eine Schätzung von 140.000 - 180.000 Gefangenen, die vom russischen Militär für den Krieg rekrutiert wurden. Im Jahr 2025 kam sicher noch eine beachtliche Anzahl dazu.
Das einzige Foto von Schamil, das wir auf seinem VKontakte-Status vom 14.04.2028 gefunden haben. Es gibt noch ein Foto von seinem „Heldenschreibtisch“.
Wie dringend die russische Regierung neue Freiwillige für den Krieg in der Ukraine benötigt, zeigen diese Aufnahmen aus den Straßen von Moskau. Überall in der Stadt finden sich solche Webetafeln. Dabei geht es nicht mehr um die ideologische Rechtfertigung des Krieges wie „Kampf gegen den Faschismuss oder die Nato“, sondern nur noch um Geld: „Steigen Sie in die Drohnenstaffel ein und verdienen Sie dasselbe wie ein Lehrer in Belgien“. Der unbefangene Leser dieser Werbetafeln könnte meinen, dass man nach Vertragsunterzeichnung irgendwo in einem Kontrollzentrum sitzt - fernab jedweder Gefahr, Drohnen bedient und dabei Millionen Rubel scheffelt. Doch das ist falsch - es gibt keine speziellen Verträge für Freiwillige als Drohnenpiloten. Das Militär schickt die Männer mit neuen Zeitverträgen dorthin, wo gerade der Personalstand niedrig ist. Und so scheitern viele Hoffnungen auf ein gutes Leben in den Todeszonen an der Front.
Russland musste im Januar 2026 nach langer Zeit wieder auf seine Goldreserven zurückgreifen und hat 300.000 Feinunzen Gold verkauft. Wer mit dem Begriff Feinunze nichts anfangen kann, eine Unze entspricht etwa 31 Gramm. Russland hat folglich mehr als neun Tonnen Gold verkauft und damit ungefähr 1,2 Milliarden € erlöst. Damit lässt sich das Loch, das der Krieg gegen die Ukraine in den russischen Haushalt reißt, zumindest teilweise stopfen.
Zudem hat Russland noch Glück mit seinen Goldreserven. Auf Grund der weltweiten Unsicherheiten gilt Gold als sichere Anlage und die Nachfrage wächst. So ist der Goldpreis im letzten Jahr stark gestiegen und die etwas geringeren russischen Reserven sind trotzdem mehr wert als im Jahr 2024.
Meldung des Telegram-Kanals „Die Toten der Republik Sacha (Jakutien)“ vom 20.01.2026
Mark Nikolajewitsch Jegorow (Rufname "Titt"), 52 Jahre alt
Status: Verstorben
Geburtsdatum: 05.08.1973
Todesdatum: 06.11.2025 (begraben am 20.01.2026 in Jakutsk auf dem Friedhof des Stadtteils Pticefabrika)
Geburtsort: Jakutsk
Todesort: Region Saporischschja
Dienstart: Vertragsdienst seit September 2025.
Kinder (Anzahl): 3
Friedlicher Beruf: Mitarbeiter der Sicherheitsdienstes von JAPTA (Alrosa) seit 1996
Ende August 2024 haben wir eine Sperrverfügung von der russischen Regulierungsbehörde für das Internet "Roskomnadsor" erhalten. In der Begründung heißt es: „Die Tätigkeit der Internet-Ressource wurde als rechtswidrig und als Verstoß gegen die Rechte der Bürger auf Privatsphäre, Persönlichkeits- und Familiengeheimnis anerkannt“. So kann man das nennen, wenn man die Menschen in Wort, Bild und mit persönlichen Daten über all die vielen getöteten russischen Soldaten im Krieg gegen die Ukraine informiert.
Mit einer ähnlichen Begründung geht Roskomnasdor jetzt auch gegen Telegram vor. Sie wirft der Plattform vor, personenbezogene Daten von Russen illegal zu verbreiten, unter anderem in Form von „persönlichen Dossiers“. Telegram solle eigenständig die Weitergabe von personenbezogenen Daten russischer Bürger verhindern. Und natürlich meint die Behörde mit diesen verschwurbelten Formulierungen nichts anderes als die vielen Kanäle aus Russland heraus, die Informationen über die regionalen Verluste im Krieg liefern. Russland will weiter Krieg führen, dafür das Leben vieler ihrer Soldaten opfern - nur soll die Bevölkerung nicht mit solch negativen Informationen beunruhigt werden.
Der Chat- & Nachrichtendienst Telegram soll in Russland komplett gesperrt werden. Im Moment scheint er dort noch eingeschränkt nutzbar zu sein. Das bringt viele russische Informations- und Propagandakanäle zur Verzweiflung, weil sie ihr Geschäftsmodell darauf aufgebaut haben.
Warum die russische Regierung trotzdem Telegram abwürgen will, könnte auch an Kanälen wie „Erwarten Sie keine guten Nachrichten“ liegen. Bei diesem Projekt, wahrscheinlich aus der Ukraine heraus initiiert, können sich russische Teilnehmer melden und ihre Videos veröffentlichen. Es geht zum Beispiel um
Die meisten Beiträge enthalten selbst aufgenommene Videos der Betroffenen oder ihrer Angehörigen, dazu amtliche Dokumente und Schriftverkehr. Natürlich muss man in diesem Zusammenhang erwähnen, dass all diese persönlichen und familiären Dramen daraus entstanden sind, dass die russischen Teilnehmer an diesem Krieg sich einen schnellen Rubel durch das Töten ihrers Nachbarvolkes versprochen hatten. Doch all diese vielen Dramen zusammen verstärken das düstere Bild eines Russlands, das seine imperialen Interessen ohne Rücksicht und Gnade gegenüber den eigenen Bürgern durchsetzt.